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1 (1877)
Entstehung
Seite
68
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68 Kap. V. Die Zwecke der egoistischen Selbstbehauptung.

Behagen und Lust und das Gefühl der Gesundheit ver-schaffen ihm die Gewissheil, dass er den Bedingungenseines Lebens entsprochen hat. Aber die Art, wie- derMensch dieser Aufgabe nachkommt, nimmt unter der Bei-hülfe des menschlichen Geistes eine andere Gestall anals beim Thiere. Ich meine damit nicht bloss die Er-kennlniss und Pflege der feineren Bedingungen des Le-bens, sondern den ihm vergönnten Bückblick in die Ver-gangenheil und den Fernblick in die Zukunft. Die phy-sische Selbsterhaltung des Thieres ist mit wenig Ausnah-men berechnet lediglich auf den nächsten Moment wennder Hunger gestillt ist, sorgt das Thier nicht für denkommenden Tag, und sie ist geleitet lediglich durchdie eigene Erfahrung des Thieres. Bei dem Menschendagegen stützt sie sich in der letzleren Beziehung nichtbloss auf die eigene, sondern auch auf die fremde Erfah-rung, und nicht bloss auf die einzelner Individuen, son-dern auf die des ganzen Geschlechts. In der ersterenBeziehung aber bethätigt sie sich daran, dass sie in derGegenwart schon der Zukunft gedenkt, insbesondere durchdie Sicherung der künftigen Subsistenzmiltel. Diese Sorgefür den kommenden Tag, hervorgerufen durch die bitternErfahrungen, welche die Menschheit zu einer Zeil machte,als die Natur nicht mehr ungesuchl alles in genügenderFülle darbot, ist das ursprüngliche praktische Motiv desVermögens d. h. des auf Gewinnung, nicht bloss desmomentanen Bedarfs, sondern auf Gewinnung und Auf-