Druckschrift 
1 (1877)
Entstehung
Seite
48
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48 Kap. III. Der Egoismus im Dienste fremder Zwecke.

spannes bedurft, um das Unternehmen aus der Stellezu fördern. Von den Actienzeiehnern hat der eine diedauernde Anlage seines Kapitals im Auge, der anderezeichnet, um sofort wieder zu verkaufen, der dritte:ein reicher Gutsbesitzer oder Fabrikant im Interesse derleichteren Verwerthung seiner Producle und Fabrikate, der vierte, weil er Actien einer Goncurrenzbahn besitzt,der fünfte: eine Gemeinde, weil dies die Bedingung einerfür sie günstigen Richtung der Bahnlinie ist kurz jederhat sein eigenes Interesse im Auge, keiner den Zweck,und doch wird derselbe auf diesem Wege vielleicht sichererund rascher gefördert, als wenn er direct verfolgt wor-den wäre.

Die Organisation des Zweckes erreicht ihren höchstenGipfelpunkt im Staat. Nicht in der Kirche. Denn nachder Natur ihres Zweckes steht sie in Bezug auf die Or-ganisation d. h. das rein Aeusserliche des Mecha-nismus, der zur Verwirklichung desselben in Scene ge-setzt wird, hinter dem Staat weil zurück.

Die Organisation des Staatszwecks characterisirt sichdurch die ausgedehnte Verwendung, die sie vom Rechtmacht. Ist damit innerhalb seines Bereiches der Hebeldes Egoismus oder des Interesses für unzureichend oderüberflüssig erklärt? Keineswegs, denn das Recht selber,vyenn es auch die Nothwendigkeil in seinem Panier führt,ist doch wiederum genölhigt, an das Interesse d. h. dasfreie Handeln nach eigner Wahl zu appelliren, es erreicht