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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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72 Beilagen.

Darum verstumme mein Mund und nur sing' er die glän-zenden Feste,AVelche die glückliche Stadt, freudig dem Herrscher

nun gab.Doch vor allem nenne ich das Fest in den herrlichen

Sälen,Die einen trefflichen Schatz bildender Künste bewahrt';Sonst nur den Musen geweih't, die gerne dies Tempe

bewohnten,War es den Schwestern nicht fremd; Grazien wählten

den Sitz;Schmückten ihn festlich zu herrlicher Feyer; mit Flora

im Bunde,Spielten sie Freude in's Herz, das sich der Anmuth ergab.An Hesperiens Gärten wohl mahnte das Zauber-Gemälde,Und mit der Sonne Glanz, eiferte künstliches Licht.Schön und würdig war alles, wir durften's uns gerne

gestehen;Denn auch mit inniger Lust sah'n wir den grossen MomentEndlich nun kommen, da Kaiser und Kaiserin nahten,

und Helden,Strahlend in fürstlichem Glanz, kamen in ihrem Gefolg.Reitzende Fürstinnen sahen wir auch als Damen des

Hofes,Der nun in reichlicher Pracht uns zum Entzücken er-schien,Und der Freude Gefühl mit Ehrfurcht hold zu bezeugen,Waren zwölf Jungfrau'n gewählt, blühende Töchter der

Stadt,Duftende Blumen zu streu'n auf den Pfad der erhabenen

Fürstin;Darzubringen den Kranz, als das bescheidene PfandRührender Eintracht und Lieb', ein demüthig kindliches

Opfer.Sieh', aus dem reitzenden Chor nahm nun die Schönste

das Wort,Drückte mit Zartheit sich aus, und die Fürstin, sie hold

zu beglücken,Dankte : ein reichlich Geschenk lohnte der Treue Gefühl.Nun erscholl auch die Luft vom lautesten Hochruf, und

allerInstrumente Getön stimmte da jubelnd mit ein.Bald auch begannen die Tänze, in zierlicher Ordnung,

und nach desTaktes melodischem Klang schlang sich der luftige Reih'n.Reitzend bewegten sich tanzende Paare am Fusse des

Thrones,