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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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Beilagen, 71

Gleich wie das magische Reis, heilige Kräfte bewahrt.

Also seh' ich im Geist euch herrschen Napoleoniden;

Lorbeerumflochtene Palm' ziert die erhabene Stirn.

Müh'los erhaltend was vor euch der grosse Ahnherr er-kämpfet,

Schlummert im ruh'gen Verein friedlich die glückliche Welt:

Wohlstand und Fülle und Glück sich ringsum verbreitend,

Segnen die Völker den Thron, beugen verehrend das Knie.

Sieh'! und ihn herrlich zu schmücken, nah'n selbst die Götter

des Himmels;

Grazien, traulich gesellt, schlingen den Reihen um ihn;

Reitzend verwirret spielen mit Blumen so liebliche Kinder,

Neben der Ernst Majestät, dicht an dem Fusse des Throns.

Cypria lächelt, die himmlische Göttin, und sendet den

Knaben;

Rasch nun, in feuriger Glut, lodern die Herzen dann auf.

Goldene Zeit! wenn der alten Liebe Gefühl nun erwachet,

Und ein heiliges Band Geister und Herzen umschlingt;

Dann erst erhebt sich der heilige Chor begeisterter Sänger,

Und das gereinigte Herz flammet ein Opfer-Altar.

Alles was herrlich und gross, es zeigt sich im Leben und

Lieben,

Tönet denn wieder im Lied; zwiefach geniesst es sich so.

Doch durch die Höil' erst führt der Weg zu dem Himmel;

Oft erst nach blutigem Kampf lohnet uns dauernde Ruh'.

Also kämpfet der Held für's Wohl der künft'gen Ge-schlechter,

Kämpfet den furchtbarenKampf, wie'sihn der Genius lehrt.

Nimmer kümmert es darum auch ihn, was das Volk wohl

geurtheilt,

Ob es zum Himmel ihn hob, cder es sinken ihn liess.

Sprachst doch, erhabener Herrscher! du die gewichtigen

Worte :

Möge die Menge, die nur immer das Nächste bedenkt,

Schwanken hierhin und dorthin; es wird mich doch segnen

die Nachwelt;Sie nur sieht, was ich wil, sey auch die Richterin nur.

Ja so glänzend erscheint vor mir das Bild dieses Helden,

Dass in dem Drang des Gefühl's, Alles in Einem ver-schwimmt;

Und nun empfind' ich es wohl, w T as der Sänger so rüh-rend gedichtet:

Spricht die Seele, so spricht, ach! schon die Seele nicht

mehr."*)

*) Citat aus Schiller (Votivtafeln subSprache)":Warum kann der lebendige Geist dem Geist nicht erscheinen?Spricht die Seele, so spricht, ach! schon die Seele nicht mehr."