Druckschrift 
Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
Entstehung
Seite
70
Einzelbild herunterladen
 

70 Beilagen.

Kündete donnernd Geschütz, es kündete jubelnder Hochruffreudig der Kaiserin Nah'n; krönend so einziges Glück.Und nun ruhten wir kaum an dem Herzen der Mutter

des Landes,Kam auch der Vater des Volks; Vater und Herrscher und

Held.»Siehe! da flogen ihm entgegen die Herzen, wie mit desBlitz-Strahls allmächtiger Kraft, füllte Begeistrung sie ganz.Ob der Partheyen Hass ein herrliches Bild könnt' entstellen,Dringet die Wahrheit doch durch, kömmt sie in eig'ner

Gestalt.Nicht durch Zufall, vom Vater ererbet, gewann er die

Krone,Nicht durch Klugheit und List, eitel bedenkend nur sichrKühne Thaten bestand er in ununterbrochener Folge;Wie sie die Welt nicht gekannt, wie kein Homer sie besang.Aus dem Rachen des Todes schäumt' ihm das Leben; in

Schlachten,Wenn in Gefahr und in Noth alles zu fliehen gedacht,Pflanzend die Fahne am Rande der Hölle, flog er zum

Himmel.Und des Vaterland's Ruhm schwang zu den Sternen sich auf;Und es trug des Rufes Posaune den Nahmen des HeldenWirbelnd von Pole zu Pol, durch die verwunderte Welt.Doch ob siebenfach ihm die Trophäen sich häuften, wohl

nimmerDürstend nach neuer That, hat er auf Lorbeern geruht.Heftig vorwärts schreitend, begünstigt durchs mächtige

Glücke.Mit unermüdlicher Kraft dringend zum fernesten Ziel,Sali'st du ruhig ihn üben Geduld, und die ernsteste Fassung,Mit Elementen im Kampf, die seine Schritte gehemmt.Herrlicher strahlte der Krieges-Gott nie, als an Ufern

der Donau:Wunderwerke der Kunst trotzten dem reissenden Strom;Aus Hecatomben gefallener Krieger, auf Tafeln der ClioFlammten die Worte, dass Menschen den Göttern verwandt,Immer kühner schwingt sich der Adler hinauf zu dem

Aether,Kömmt als Schwan dann herab, badend in reinem distal.Darum irrest du, nur in der Schlachten keckem Getümmel,Nur in des Kampfes Gewühl, fühle der Held seine Kraft:Auch auf Fluren des Friedens ergrünet der krönende

Lorbeer;Herrlicher ziert er die Stirn, wenn von der Palme um-strahlt,Liebliche Bothin des Friedens, er unverwelklich erblühend,