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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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](i Ankunft des Herrscherpaares im Grossherzogthum.

deshalb, weil in Wesel die geeigneten Anstalten fehlten,,die hohe Frau passend zu logiren.

Der Kaiser nahm seinen Weg von Nymwegen überCleve und langte am Abend des 31. noch in Wesel an.Die Truppen hatten ihn vor den Mauern erwartet, mitEintritt der Dunkelheit aber sich wieder in das Innereder Stadt begeben. Der Maire mit den Beigeordnetenund dem Municipalrath sowie die Ehrengarde empfingenjedoch noch ausserhalb der Mauern den Kaiser; die Gardegeleitete ihn bis zum Gouvernementshaus, das natürlichgründlich in Stand gesetzt worden war für die Bequem-lichkeit des allmächtigen Monarchen. *) Nach dem Berichtdes Maire Westermann hätten die lauten Freuden-und Vivatrufe schliesslich nur aufgehört, um die Ruhedes Kaisers nicht zu stören.

Am folgenden Morgen (Mittwoch den 1. November) liesssich der Kaiser zunächst die Messe lesen **) und empfinghierauf den Maire und die Spitzen der Behörden in Audienz.

Der Kaiser ritt nun in Begleitung seiner Generalenach dem Cleverthor auf dem Wall, über diesen nachdem Berlinerthor und von da nach der Esplanade, waer die in Parade aufgestellte Garnison musterte. Bei demHinabreiten an der Fronte wurde sein Schimmel durchdas tausendstimmige Rufen des Vive l'empereur! unddurch das Schwenken der Fahnen so unruhig, dass erbäumte und der Kaiser genöthigt war, abzusteigen undzu Fuss die Musterung zu beendigen. Hierauf ritt er nachder Citadelle, wo er vom Pferde abstieg und sich die ineiner Reihe stehenden Gefangenen vorstellen liess.

Hier bot sich ihm unerwartet ein sehr erwünschterAnlass zu literarischem Geplänkel mit England. Er fandeinige 50 Gefangene, die in englischem Solde gestandenhatten, von den Engländern aber wegen Alter und Ge-brechlichkeit ohne Erbarmen an der Küste ausgesetztworden waren. Nur zum Theil waren es Franzosen.Der Kaiser begnadigte sie, sorgte aber zugleich dafür,dass dies Ereigniss gehörig in den Tagesblättern aus-gebeutet wurde. Er gab Anweisung, dass in den Zeitungenvon Hamburg und Amsterdam, also an den Heerdender Engländerfreundschaft, lange Artikel erschienenmit Ausfällen gegen die Perfidie der Engländer und der

*) Der Platzcommandant von Wesel, Generaladjutant des Kaisers,Graf Hogendorp, hatte dem Kaiser die Unmöglichkeit vorstellen wollen,in Wesel Nachtquartier zu.nehmen, aber eben doch nichts erreicht.

**) Der functionirende Geistliche, Pfarrer Schillings, bekamdafür 1000 Francs.