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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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Napoleons Aufenthalt in Holland. 15

mit den Anordnungen zum Empfang an der Grenze Be-auftragte, hatte mit den Civil- und Militärbehörden derStadt Wesel wegen der Aufstellung des Triumphbogensmanchen Strauss auszufechten gehabt. Man hatte sichschliesslich dahin geeinigt, den Bogen beim ersten Hausvon Wesel (vom Grossherzogtum aus gerechnet) genanntFranze Kroon" zu errichten.

Erst am 28. Oktober (an diesem Tage erliess PräfektLadoucette das vorhin angeführte bombastische Schreibenan die Herren Meyer) wusste man genau, dass der Kaiseram 1. November von Nymwegen aus in Wesel ein-treffen und am folgenden Tage nach Düsseldorf Weiter-reisen werde. Dass die Kaiserin ihren Gemahl begleitenwürde, war auch erst in den letzten Tagen zur Ge-wissheit geworden.

Bis zum 25. Oktober war das Herrscherpaar inAmsterdam geblieben. Grosse Festlichkeiten waren zu Ehrender hohen Gäste gegeben worden und eine ganze AnzahlVerordnungen im Interesse des Landes und der Stadtwar die practische Folge des zwölftägigen Aufenthalts.Wie Beugnot berichtet, hatte der Kaiser sich davon über-zeugen müssen, dass dem Herzen nach Holland zu Englandgehöre. Die Holländer Hessen es den Kaiser merken,wie wenig ihnen seine Handelspolitik behagte, und wiesehr sie sich nach besseren Zeiten sehnten. Dass aberNapoleon aus Aerger über diese Klagen, wie Beugnotmeint, Holland eher als beabsichtigt verlassen hätte, istjedenfalls ein Irrthum, da er, wie oben erwähnt, schonzwischen dem 15. und 20. Oktober in Düsseldorf seinwollte, in Wirklichkeit jedoch 14 Tage später kam.*)

Von Amsterdam aus begaben sich die Majestätenmit ihrem grossen Gefolge es wird einmal auf81 Wagen angegeben nach Leyden und dem Haag,am 26. Oktober über Delft nach Rotterdam, am 27. nachLoo und am 29. erfolgte die Reise nach Nymwegen.

Am 31. Oktober wurden die hohen Gäste in Weselerwartet und zwar Vormittags die Kaiserin, die also wohlschon am 30. in Nymwegen aufgebrochen sein muss.Jedoch wurden die Behörden bald benachrichtigt, dassIhre Majestät eine andere Route einschlagen und sichnach Ossenberg begeben würde. Es geschah wesentlich

*) Wenn Beugnot meint, der Kaiser sei verstimmt aus Hollandgekommen, so ist das wohl auch ein wenig politisch; für die Ver-driesslichke.it, welche Napoleon bei Revision der Rechnungen etc.gegen ßeugnot an den Tag legte (s. unten), sollte damit eineandre Quelle gesucht werden. Der Kaiser selbst sprach sichbrieflich befriedigt über seinen Aufenthalt in Holland aus.