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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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10 Empfangsvorbereitungen in Stadt und Land.

doch alles fertig sein, bis man getrost der Ankunft derHerrschaften entgegensehen konnte! Die Handwerkerhatten im Jägerhof Tag und Nacht zu arbeiten, und dieSchneider in. aller Eile neue Uniformen zu machen.Der Präfekt wurde überlaufen von Civil- und Militär-Beamten, und von Adligen, die wissen wollten, wannund wo sie sich einfinden sollten, um Ihren Majestätenvorgestellt zu werden, und in welchen Uniformen sieerscheinen könnten.

Borcke verordnete dann mit Genehmigung Nessel-rode's im Interesse jener wissbegierigen Seelen (200 Per-sonen, wie er schreibt) und dermit banger Besorgniss"harrenden Schneiderschaft, dass:

1) alle vormaligen bayerischen und preussischenUniformen als aufgehoben nicht wieder erscheinen dürfen;

2) dass dagegen die von dem Grossherzog Joachimbestimmten Uniformen, als zur Zeit durch keine neuerenRegulative abgeändert, beizubehalten sind und folglichdie Staatsräthe, Verwaltungs- und Departemental-Beamtenin ihren Uniformen aber auch in farbigen Hofkleidernerscheinen können (namentlich die Präfekten in der grossenUniform der vormal. Provinzialräthe);

3) dass die Justiz-, Medicinal- und Municipal-Beamtenin schwarzen Hofkleidern (jedoch mit weissen Strümpfen),alle übrigen in farbigen Hofröcken sich zu kleiden hätten."

An die Departements- und Arrondissementsräthe, so-wie anpräsentable" Adlige ergingen Einladungen, sichnach Düsseldorf zu begeben. Natürlich entschuldigtensich manche dieser Herren mit Unwohlsein und fördertendann zuweilen uns höchst sonderbar erscheinende bom-bastische Schreiben zu Tage.

So versicherte ein Arrondissementsrath Schleifenbaum(Maire von Wülfrath) der Regierung, zu ihr das Zutrauenzu haben, dass sie sich um das Wohl des Landes bei IhrerKaiserl. Königl. Majestät verwenden werde. Ein RichterMüller in Werden bedauert, dass das Schicksal es ihmnicht gönnt,den grössten Kaiser in der Nähe bewundernzu können und Zeuge der unmittelbaren Anerkennungder grossen Verdienste unsers würdigsten Herrn Präfektenzu sein," (er schrieb dies dem Präfekten selbst). Und einBezirksempfänger in Siegen istin Verzweiflung, dasseine Indisposition ihn hindere, nach Düsseldorf zu reisen,um dem grössten Heros aller Jahrhunderte vorgestellt zuwerden".

Alle Behörden gingen nun auch sofort daran, in um-fassender Weise für die Sicherheit und Ruhe Sorge zutragen; die Maires wurden angewiesen ihre Wachsamkeit