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Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
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4 Einleitendes. Erwarteter Besuch Nai)oleons im Jahre 1810.

Bald freilich machten sich neben der Bewunderungdes Kaisers und jener mehr oder weniger begeistertenStimmung auch Klagen geltend über die grossen Uebel-stände, Avelche mit dem neuen System verknüpft waren.Die Douane wurde mit rücksichtsloser Strenge gehand-habt; die hohe Besteuerung erregte auf die Dauer grössteUnzufriedenheit. Der Conscriptionen und RequisitionenAvurden von Jahr zu Jahr mehr und erweckten die Sehn-sucht nach ruhigeren Zeiten. Aber noch nicht so sehrlegte man dies dem Monarchen zur Last als vielmehrseinen Organen. Man meinte, wenn der Kaiser selberkäme und von dem und jenem Kenntniss erhielte, würdees schon anders stehen.

Wirkliche Unzufriedenheit erwachte wohl am erstenin den industriellen Kreisen des bergischen Landes.Das gänzlich verfehlte gegen England gerichtete Conti-nentalsystem traf mehr den festländischen als den bri-tischen Handel und rief in dem fabrikreichen Arron-dissement Elberfeld Not und Mangel hervor. Man brauchtnur die monatlich eingeschickten Polizeiberichte unterder RubrikGewerbfleiss" anzusehen, um zu erkennen,dass es so auf die Dauer nicht weiter gehen konnte.Aus dieser Erkenntniss entsprang der Plan des gesammtenHandlungs- und Manufakturstands des Grossherzogthums,aus den verschiedenen Fabrikzweigen eine Deputationzu bilden, die dem Kaiser die Bitte des Volks um völligeVereinigung des Grossherzogtums Berg mit dem fran-zösischen Reich zu Füssen legen sollte. Es wäre damitwenigstens nach einer Seite hin die Schranke gefallen,die den Absatz der im Bergischen producierten Waarenverhinderte und die meisten Fabriken zum Stillstandbrachte: der hohe Einfuhrzoll an der französischenGrenze.

Beugnot hielt diese endliche völlige Einverleibungschon wegen der immer mehr zunehmenden Auswan-derung der Gewerb treibenden auf das linksrheinische(französische) Gebiet für unumgänglich nothwendig, wieer in einem an den Minister des Innern gerichtetenSchreiben vom 31. März 1811 ausgeführt hat. Er be-währte damit einen klareren Einblick in die Verhältnisse,als Borcke, der jene Deputation für anmasslich hielthauptsächlich wohl deshalb, weil die Herren Kaufleutesich das Ansehen gaben, im Namen desVolks" zureden.

Jedenfalls ist es aber falsch, jene im Frühjahr 1811geplante Deputation als einen Akt kriechender Unter-würfigkeit anzusehen; es lag darin vielmehr eine Oppo-