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den Schlossgärten des achtzehnten Jahrhunderts zu erbauen pflegte,an jene Spielereien einer kindischen Laune, die aber im Laufe derZeit unser wehmütigstes Mitleid in Anspruch nehmen, wenn sie inallem Ernste verwittern und vermodern und in wahrhafte Ruinensich verwandeln."
Alfred de Vigny. — Dieser Schriftsteller, des englischen Idiomskundig, beschäftigte sich am gründlichsten mit den Werken desShakespeare, übersetzte einige derselben mit grossem Geschick unddieses Studium übte auch auf seine Originalarbeiten den günstigstenEinfluss. Bei dem feinhörigen und scharfäugigen Kunstsinn, denman dem Grafen de Vigny zuerkennen muss, darf man annehmen,dass er den Geist Shakespeares tiefer behorcht und beobachtet habeals die meisten seiner Landsleute. Aber das Talent dieses Mannes,wie auch seine Denk- und Gefühlart, ist auf das Zierliche undMiniaturmässige gerichtet und seine Werke sind besonders kostbardurch ihre ausgearbeitete Feinheit. Ich kann mir's daher wohldenken, dass er manchmal wie verblüfft stehen blieb vor jenen un-geheuren Schönheiten, die Shakespeare gleichsam aus den gewaltigstenGranitblöcken der Poesie ausgehauen hat .... Er betrachtete siegewiss mit ängstlicher Bewunderung, gleich einem Goldschmied, derin Florenz jene kolossalen Pforten des Baptisterii anstarrt, die einemeinzigen Metallguss entsprungen, dennoch zierlich und lieblich, wieziseliert, ja wie die feinste Bijouteriearbeit aussehen.
3. Victor Hugo.
Ihr Franzosen solltet doch endlich einsehen, dass das Grauen-hafte nicht euer Fach und dass Frankreich kein geeigneter Bodenfür Gespenster jener Art. Wenn ihr Gespenster beschwört, müssenwir lachen. Ja, wir Deutschen, die wir bei euren heitersten Witzenganz ernsthaft bleiben können, wir lachen desto herzlicher bei eurenGespenstergeschichten. Denn eure Gespenster sind doch immerFranzosen; und französische Gespenster! welch ein Widerspruch inden Worten! ....
0 ihr armen französischen Schriftsteller, ihr solltet doch endlich.einsehen, dass eure Schauerromane und Spukgeschichten ganz un-passend sind für ein Land, wo es entweder gar keine Gespenster giebt,oder wo doch die Gespenster so gesellschaftlich heiter wie wir anderensich gehaben würden. Ihr kommt mir vor, wie die Kinder, die sichMasken vors Gesicht halten, um sich einander Furcht einzujagen.Es sind ernsthafte, furchtbare Larven, aber durch die Augenlukenschauen fröhliche Kinderaugen ....