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Ehren gedenkt Hollanda noch, Des. 35. Die Nachricht, dass die Malerkunst imAlterthum den Sclaven verboten war, fehlt in keiner Betrachtung über die Würdeder Malerei. So z. B. Dolce 34 und 28; Alberti 96; Guevara 36. In den Anm.von Janitschek wird auf Michael Angelo's übereinstimmende Denkungsart hin-gewiesen (Condivi §. 67; vgl. 84, Pint. /. ig).
2I5 ) Eine ausführliche Nachschreibung der plin. Apelles-Capitel (XXXV.,79—97) bietet Guevara (S. 150), während Hollanda die Einzelzüge durch seinWerk hin verstreut. Das allbekannte Sprichwort nulla dies sine lineanimmt er aus §. 84 vorweg.
•216) Ygi. ß jj_i un( j Dolce 28 — Hollanda baut auf diese Anekdote und aufKarl's V. Ernennung Tizian's zu seinem Leibmaler das Traumschloss auf, selberder Apelles-Tizian des Königs von Portugal zu werden. — Tir. f. y.
2 ") Vgl. /. i 55 v.
•218) Hollanda schreibt Pankaspe, in Übereinstimmung mit alten Plinius-Ausgaben. Im Porträtierbuch, wo er die Märe wiederholt, fehlt der Name.Dolce (28) hat Campaspe; Guevara (152) nach Aelianus, Pancasta. Sonstnoch Pancaste.
ä19 ) Schon im Capitel von der Physiognomik (I., 19) ist von den Stirn-schauern die Rede, nur dass das griechische Wort dort durch Schreiber-Metha-these zu metocospocus geworden ist. Der geschickten Verkürzung im BildnisAlexanders mit dem Donnerkeil gedenkt Dolce (63). Desgleichen der wieherndenRosse (64), mit denen man die vor dem Jalysos-Jagdgemälde des Protogenesgirrenden Rebhühner vergleichen muss, an denen Guevara (168) größeren Ge-fallen fand. Über die 4 Farben des Apelles (Plin. XXXV. 50).
2 *°) Mit Aristides und seiner Darstellung von Gemüthsbewegungen beschäf-tigt sich (nach Alberti, 120) auch Guevara, 39, 44, 165.
221 ) Es ist nicht ohne Interesse zu vergleichen, wie Alberti (100) dasWesentliche beachtet (hier, indem er vom Umriss des Protogenes handelt), dasAnekdotenhafte aber nur streift (94. 106), wie Guevara erst das Geschichtlichedarlegt und dann verständig ausdeutet, während Hollanda ganz in demselbenaufgeht. — Was der Portugiese über des Malers Kost mittheilt, beruht offenbarauf Missverständnis. Plinius berichtet, Protogenes habe von gewässerten Feig-bohnen, den im portugiesischen niedern Volke noch heute beliebten tremocosgelebt, während er an seinem Meisterwerk, dem schon erwähnten Jalysos-Gemälde arbeitete, um sich nicht durch zu große Leckereien die Sinne zu trüben,während Hollanda seine eigene Ansicht, feine Geister verlangten auch feineSpeisen, aus des Lateiners Worten herauslas. — Die Bemerkung, die Kunst habejenem missfallen (desprazia-lhe esta arte), bezieht Hollanda verallgemeinernd aufdie an Protogenes getadelte Eigenschaft, er wisse nicht, wann er die Hand voneiner Arbeit lassen müsse, obwohl das Original nur von dem besondern Fallmit dem keuchenden, schaumathmenden Jägerhund spricht (Guevara 157 und 168).
i!i ) Fast die einzige Reflexion Hollanda's in diesem übersetzten Abschnitt.Auch zu ihr findet sich jedoch das Vorbild bei Plinius, sowie eine Parallele beiDolce (65), der übrigens Pferd und Hund verwechselt: non fu adunque la lode delpittore ma del caso. Desgleichen bei Guevara (167 und 168): pintö juntamente
el acaso y el arte . .. formando la suerte lo que era natural.....de esta manera
representö Protogenes y la fortuna su perro ....