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Vier Gespräche über die Malerei, geführt zu Rom 1538
Entstehung
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Einleitung.

'ic Adler sein wollen in einem kleinen, dünn bevölkerten

)r- Lande, wo jeglicher den Nachbar kennt und mit eifersüchtigem^ Auge beobachtet und beobachtet wird, vom Hergebrachten- r ' abweichen und hochfliegende Gedanken zu verwirklichen streben,ne heißt, sich am Gitter des engen Käfigs die Flügel blutig stoßen.hs Das war das Geschick Hollanda's. Trotz hoher Begabunger, und glühender Begeisterung für echte Ideale ist es ihm nichtite vergönnt gewesen, seine Kräfte zu entwickeln und das Maß^ seines Könnens in bleibenden Werken zu geben. Seine künst-ili lerischen Gedanken vermodern unausgeführt auf dem Papier.zi Selbst von seinen Hervorbringungen auf dem Gebiete der Klein-er kunst ist so gut wie nichts übrig geblieben.

nc Wer, aus dem öden castilischen Hochland kommend, den

m portugiesischen Küstenstrich zum erstenmale betritt, fühlt sichtzibeglückt durch seinen gartenartigen Charakter, die lauen Lüfte,difdie milden Sitten. Weilt er jedoch länger hier, so vermisst er:h'bald aufs schmerzlichste inmitten der freigebigen Natur die ihrdtzu Hilfe kommende Kunst, die adelnde Arbeit des Menschen-tegeistes. Entdeckungen und Eroberungen haben im 15. Jahr-sehundert das beste Menschenmaterial verbraucht. Nur spät und»langsam konnte man daran denken, das Wiederaufleben voninKunst und Wissenschaft für die Nation nutzbar zu machen.dDie Gesammtheit war und blieb unkünstlerisch bis auf denjnheutigen Tag. Hollanda's Leben aber fällt überdies in diefiZeit des politischen Niederganges. Als er in monumentalenleBauten reden wollte, fesselte die Armut des Landes derRegierenden Hand. Inquisition wie Jesuitismus ließen ihn nichtzu Worte kommen. Auf dem Kunstgebiete aber gilt nicht desDichters Wort: >In magnis et voluisse sat est.«