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dadurch nicht aufgehoben werden, dass dem großartigen freien Aufschwungder ersten Studienjahre, durch Inquisition und Jesuitismus rasch der Hemm-schuh angelegt wird. — Das goldene Zeitalter der portugiesischen Literaturfällt gerade in seine Regierung. — Einiges über das Geschick seiner Familieerhellt aus der Einleitung (S. LIII Anm. I). Ebenda steh t zu lesen, wieHollanda seines königl. Beschützers stets mit dankbarer Verehrung gedacht hat.(Pint. /. 2 v., 95, 108, 108 v., Wg; Tir. 4 v., 20 v.; Fabr. 3, 5 v., Des.
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5 ) Unter den Infanten sind des Königs Brüder zu verstehen: D. Luis,D. Henrique, D. Duarte, D. Affonso und D. Fernando (S. LIII Anm. I). Dochwird Don Duarte, Herzog von Guimaräes, von Hollanda nirgends erwähnt,obwohl er Resende's Schüler gewesen ist. Auch vom Cardinal-Infanten und Groß-inquisitor, der in hohem Alter als letzter aus manoelinischem Mannesstamm dieKönigskrone trug, spricht Hollanda nur einmal, und zwar um der Fürsorge willen,die er seiner Residenzstadt Evora widmete. Als seine Gönner sind die übrigenDrei zu betrachten. — Der Infant D. Fernando (1507—1534), dem dasHerzogthum Guarda nebst Abrantes und Trancoso zueigen gehörten, that es anPracht der Lebensführung fast dem Königshause gleich, besonders seit seiner,noch von Emanuel vereinbarten Vermählung mit der reichsten Erbin des Landes.Sie hieß D. Guiomar Coutinho und war die einzige Tochter des Grafen vonMarialva, Loule und Valenca. Zwei Kinder aus dieser Ehe starben im zartenLebensalter. Ihnen folgte nach ganz kurzer Frist der Infant selber und einenMonat darauf D. Guiomar. Das traurige Geschick fassten die Zeitgenossen alsgöttliches Strafgericht auf, weil die Grafentochter, angeblich ohne von denHeiratsplänen ihrer Versorger zu wissen, im Geheimen ein Verlöbnis mit einemanderen Mitgliede des Königshauses, dem Herzog von Aveiro, abgeschlossenhatte, diesen Bund dann aber öffentlich ableugnete. Der Scandalprocess, der neunJahre dauerte, den Hof in zwei Parteien spaltete, die Gefangennahme des Herzogsund Verbannung seines greisen Vaters (eines Sohnes Johanns IL) zur Folgehatte, lieferte den Dichtern jener Tage Stoff zu zahlreichen Elegien und Trauer-Idyllen. Der junge Infant trieb mit Eifer historische und genealogische Studien.Außer den Miniaturporträts des portugiesischen Königshauses, von denen in derEinleitung und Beilage I. die Rede ist, ließ er verschiedene andere Arbeiten inFlandern bei Simon von Brügge bestellen. Durch Goes wurden ebenda bedeutendeBüchereinkäufe besorgt. Dass er die Römerbrücke in seinem Abrantes wiederaufzuführen gedachte, erzählt Hollanda.
Der Infant D. Affonso (1509—1540) empfieng schon im neunten Jahreden purpurnen Cardinalsmantel, trug ihn jedoch erst im 14. Der Titel von SanctaLucia in Septem Soliis wurde ihm 1518 verliehen, 1524 in den von S. Blasiusumgewandelt und 1 536 durch den von S.Johannes und Paulus ersetzt. Die ersteVergünstigung hatte zur Folge, dass er mit großer Sorgfalt für sein geistlichesAmt erzogen ward. Auch er verfügte über bedeutende Einnahmen, da sein könig-licher Bruder ihm die einträglichsten vacanten geistlichen Stellen im Reichezusprechen ließ. Nur der Versuch, ihn in Spanien zum Erzbischof von Toledozu erheben, misslang. Sein Lebenswandel war ein lauterer. Als Cardinal erwieser sich bemüht, Missbräuche und Unsitten abzuschaffen und nützliche Neuerungeneinzuführen, wie z. B. 1536 die Führung von Tauf- und Ehebüchern, Katechi-