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Original im Archiv Buonarroti). Darnach schon früher (1877) inArch. Art. IV., 165.
Aus diesem Briefe hat man erschlossen, Hollanda habe inRom von Michel Angelo Handzeichnungen zum Geschenkeerhalten. (Vgl. Tubino, 59.)
X. Brief Hollanda's an Philipp II.An den allerchristlichsten König von Spanien, Don Felipe,meinen Herrn! — Majestät! Seit langem bin ich Euerer Majestätergeben und hege den großen, von meinem Vater Antonio deHollanda ererbten Wunsch, Euch zu dienen. Denselben habennämlich die Kaiserin und der Kaiser, die zur Glorie eingegangensind, nach Toledo berufen, damit er ihr Bildnis malte, wie erauch gethan hat. Desgleichen hat er damals Euere Majestät aufdem Schosse der Kaiserin abgebildet, weshalb ich verpflichtet bin,Euch mit meinem geringen Talente zu Diensten zu stehen, wieeinst mein Vater Euerem kaiserlichen Vater. Dieweil ich aber inder Ferne bin, habe ich diesem Wunsche nimmer genügenkönnen, was mich nunmehr zwingt, Euerer Majestät eine Probe dessenzu schicken, womit ich meinen Dienst beginnen könnte. Zu diesemZwecke schicke ich zwei heilige Bilder von meiner Hand in ein-facher Schwarz - weiß - Manier: eine Passion und eine Auf-erstehung Christi in der Meinung, dass keine anderen StoffeEuerer Majestät genehmer sein dürften als diese. Möchten dieselben mitdem guten Willen aufgenommen werden, mit dem ich sie dar-biete. Ich übersende dieselben durch Euerer Majestät Gesandten, DonJuan Borja, der durch seine Person ergänzen wird, was mir anWürdigkeit abgeht. 1 )
Gott der Herr schütze Euch und erhalte Euch viele Jahre,
wie auch den neugeborenen Prinzen, auf dass derselbe im Dienste
der Kirche solche Heldenthaten vollführe, wie wir alle sie erhoffen.
— Lissabon, am Tage des hl. Vi'ncenz. — Francisco d'Olanda.« —
Original im Archiv von Simancas. (E — 390.) — Portu-
' giesisch zum erstenmale gedruckt in Quatro Dialogos. Porto 1896,
f 87. — Abdruck nach einer Copie von Professor C. Justi, die er
Imir zu überlassen die Güte hatte. —
Ich würde das Schreiben vom 22. Jänner 1572 datieren.
') Die Lesung suplica, statt suplirä würde eine andere Übersetzungbedingen, etwa: Der statt meiner erbittet, was hier unausgesprochenbleibt.