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der in Betreff der Muster erleuchtete, die er ihnenfür die Tapisserien zeichnete?« Biondo, Cap. 22, belegteden in Figuren, Grotesken und Festons ausgezeichneten GehilfenRaphaels gleichfalls kurzweg mit jenem, seine Herkunft angeben-den Beinamen.')
Ob der Künstler übrigens dauernd in Flandern blieb? Obder Fiammingo sein Sohn ist ?
Dank der sich ergänzenden Aufzeichnungen der beiden Por-tugiesen wäre jedenfalls das Datum 1530, der Name Bolognaund als Ort der Herstellung für raphaelische Teppiche Ant-werpen gewonnen. Es fragt sich jedoch, welche davon um dieseZeit und an diesem Orte wiederholt wurden ? Handelt es sich umdie nach Madrid gekommenen Repliken della scuola vecchiaoder um Serien der scuola nuova? —
Nebenbei sei erwähnt, dass kein Hispanier in der Formelpanni degli arazzi im Briefe des Sebastian del Piombo (26. Dec.1519; Guhl I. Nr. 115) einen wegwerfenden Ausdruck ahnenwürde; so gewohnt war man in Spanien schon um 1500 an diepanos de Ras (in Portugal: pannos de ras).
Wie außerordentlich beliebt die gewebten Gemälde hierzu-lande waren, ist bekannt. Kein Reisender des 16. und 17. Jahr-hunderts, der nicht mit Bewunderung von dem ungeheurenLuxus sprach, der in Palästen und Kirchen damit getrieben wurde.Wände, Decken und Thüren der Innenräume wurden damitbehängt. Bei feierlichen Einzügen besonders die äußeren Häuser-mauern. Daher auch der Name pannos de armar = Aushänge-tücher. Nachrichten, betreffend mehr denn zwanzig Serien vonje 6—20 Stücken, sind vorhanden. Über die Gobelins zur Ent-deckung Indiens haben sich sogar die ausführlichen Original-Anweisungen König Emanuels zu 20 darzustellenden Ereignissenerhalten. (Boletim da Sociedade de Geographia XL 4.) AndereGegenstände waren der Feldzug gegen Tunis, wahrscheinlichnach den für Karl V. von Vermeyen an Ort und Stelle ent-worfenen Zeichnungen, die Einnahme der Veste Azamor (1514).
] ) Im Inhaltsverzeichnis des Vasari hat Hollanda dem Namen GiovanniFrancesco il Bologna noch einmal il Bologna hinzugefügt. — Des-gleichen auf S. 81. — Später (S. 146 Z. II —12, oder Milanesi IV. S. 644) sagter noch einmal: Foi Joäo Francisco o Bologna cö estes cartöesa frädes fazer esta tapecaria.