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Vier Gespräche über die Malerei, geführt zu Rom 1538
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die Heldenthaten des Nunalvares Pereira (1385), Heinrich VIILvon England neben Katharina von Aragon, ein Conclave, einKönigspaar. Aus der alten Geschichte und Mythologie die Thatendes Hercules, Theseus, Troja, Helena, Aeneas, Hero und Leander,.Hannibal, Artemisia, Cäsar, Darius, Alexander, Constantin; alt-und neutestamentarische Bilder, wie: David und Bethsabe, Saulund David, Absalon, Judith und Holofernes, Joseph, die Königinvon Saba, die Apostel, Allegorien wie die Tugenden, die Planeten,der Triumph der Kirche, die Monate, Nymphen, Jagdstücke, Land-schaften etc. Vgl. Sousa-Viterbo, Arte e Artistas Liss. 1892, sowiedie Reise des Cardinais Alessandrino (Herculano, Opusculos VLund die Documente zur Historia Genealogica da Casa Realz. B. IL, 46g). — Die manoelinische Serie der fünf Sphären,welche Philipp II. 1583 nach Madrid entführte (zuerst nach demBuen-Retiro), hat sich erhalten. ■—

III. Johann II. und Lionardo da Vinci.

Vasari erzählt Folgendes: >Zu einem Thürbehang, der inFlandern aus Gold und Seide gewebt werden sollte als Geschenkfür den König von Portugal, wurde ihm der Auftrag füreinen Carton gegeben, der Adam und Eva im Paradiese beimSündenfall darstellt. Bei welcher Gelegenheit Lionardo schwarz-weiß mit aufgesetzten Lichtern, mit dem Pinsel eine Wiese vollunzähliger Gräser und Blumen mit einigen Thieren darauf derartdarstellte, dass man in Wahrheit bekennen muss, dass an Arbeitund Naturtreue auch nicht der göttlichste Geist auf Erden etwasÄhnliches herzustellen imstande wäre. Der Feigenbaum hier unddie verkürzten Ansichten der Blätter und Zweige ist mit solcherLiebe und Sorgfalt gemalt, dass uns der Verstand stillsteht beimbloßen Denken daran, wie ein Mensch so großer Geduld fähiggewesen ist. Auch ist da ein Palmbaum, dessen Blattfächer mitso wunderbarer Kunst gearbeitet sind, wie nur die Hingebungund der Fleiß Lionardo's es vermochten. Doch kam das Werkzu keiner weiteren Ausführung, weshalb der Carton inFlorenz verblieb und sich heute im glücklichen Hause des pracht-liebenden Ottaviano de' Medici befindet, welchem er vor kurzemvom Oheim Lionardo's geschenkt ward.« (Vasari-Milanesi IV. 23.)Bei dieser Sachlage, da es sich um eine niemals wirklich aus-geführte und nicht von Johann IL bestellte, sondern ihm als

Quellenschr. Bd. IX. k

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