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nicht einmal aus, ob es sich um einen italienischen Plan handelt,so dass meine Frage ohne Antwort bleibt. — Für das Modell —ob es nun das von Xabregas oder ein anderes war -— möchteich an Jacopo Sansovino denken. Erstens weil der NameSansovino in Portugal bekannt war, seit der ältere Träger desNamens, Andrea Contucci del Monte Sansabino oder Sansovino,von Johann II. aus den Gärten Lorenzo's des Prächtigen berufenworden war und hier in neunjähriger Thätigkeit (1491—1500),von der die letzten noch unter Emanuels Regierung fallen, vielebis heute merkwürdigerweise unermittelte Bauwerke und Sculp-turen geschaffen hatte. Seinen berühmtesten, nach ihm benanntenSchüler, oder doch Werke von ihm, hatte Hollanda in Venedig,wo jener seit 1527 dem sich um Tizian und Aretino gruppieren-den Künstlerkreise angehörte, gesehen und bewundert. Er sprichtausdrücklich z. B. von der (damals freilich noch unfertigen) Bi-bliothek von San Marco. Zum dritten stand Jacopo aber inBeziehungen gerade zu den Gaddi, jener großen FlorentinerFamilie, die, gleich den Chigi, Strozzi, Ridolfi, Altoviti, nachdemsie durch ihre Bankhäuser zu Macht und Ansehen gelangt waren,in hochherziger Weise die Künste förderten. Ihr Palast in Romist gerade sein Werk. Zum vierten aber meine ich, Hollanda'sBeschützer habe Sansovino dem Jüngeren noch einen anderenAuftrag zugewiesen. Das »Grabmal von sehr großer Arbeit fürden König von Portugal«, von dem Vasari spricht (Vasari-Milanesi VI. 58) und bei dem als Auftragvermittler andere, denKünstler beschützende Plutokraten aus der Via de' Banchi dienten,die Bartolini, glaube ich nämlich auf Johann III. beziehen zumüssen. (S. Beilage IV. und V.) Beide Aufträge würden in denZeitraum 1542-—1550 fallen. Wie im letzteren Falle bestimmt, sowäre es wahrscheinlich auch mit Bezug auf den ersten bei dengrandiosen Modellen geblieben, die des Königs idealem Sehnenentsprachen, zu den materiellen Möglichkeiten aber in unüber-brückbarem Gegensatze standen. (S. Beilage V., VI. und VII.)Das Gleiche wird von dem Werke gelten, dass er vonMichel Angelo zu besitzen wünschte und hoffte — jener PieÜoder, wie der portugiesische Gesandte in Rom sich ausdrückt,jener Lieben Frau der Barmherzigkeit (Nossa Senhora da Miseri-cordia), von der in der Text*Erläuterung 15 die Rede sein wird.Nur dass in diesem Falle nicht der Geldmangel, sondern des