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Vier Gespräche über die Malerei, geführt zu Rom 1538
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thätiger Anhänger Michel Angelo's. Hier sei daran erinnert, dassHollanda 1548 auf der Wallfahrtsreise nach Santiago zweimal inder Dourostadt rastete

Im treuen Städtchen, wo, gemäß der Sage,Der ew'ge Name Portugals entstand. —

Zum Schluss will ich im Zusammenhang einiger BestellungenJohanns III. bei italienischen Künstlern gedenken, auf diezum Theile im Obigen schon hingewiesen ward, zum Schlussdeshalb, weil sie unausgeführt blieben und darum ohne Ein-wirkung auf die portugiesische Kunst. Zuerst ein Gebäude, welchesKunde von der Herrlichkeit des neuen Glaubens geben sollte,und zwar ein Palast in der Hauptstadt selbst, deren Armut anausdrucksvollen Prunkhäusern den venezianischen Gesandten Tronund Lippomani noch 1580 auffiel. l ) Johann III. erbat und erhieltaus Rom vom Cardinal Gaddi (im September 1550) das Modell| zu einem Palast, der mit den schönsten in Italien in Wettbewerbtreten könnte. Wo haben wir ihn zu suchen und wer ist sein Schöpfer ?Darf man an den Palast von Enxobregas (Xabregas) denken, denJohann III. thatsächlich begonnen, aber eben nur begonnen hat?Der Leser weiß, dass Hollanda ihn 1571 als den besten in Por-tugal bezeichnete, wiederholt der langen Besprechungen gedenkt,die er mit dem König darüber gepflogen, und in Sebastian drängte,den durch das Ableben des Königs unterbrochenen Bau zu be-enden, wie auch, dass er sich erbot, die Cartons zur Ausmalungzu liefern. Den Namen des Architekten nennt er nicht und spricht

') In dem von Herculano übersetzten Reisebericht (Opusculos, VI.,p. 121) heißt es ausdrücklich: »Obwohl Lissabon eine so ansehnliche und volk-reiche Stadt ist, besitzt sie nicht einen einzigen Palast, von Adeligen oder Bürger-lichen, der um der verwendeten Materialien willen Beachtung verdiente; und wasdie Kunst der Architektur betrifft, so kann man nur sagen, dass sie umfangreicheGebäude in sich schließt. Doch schmückt man dieselben mit überaus schönenWandteppichen und Atlas- oder Damaststoffen im Winter, im Sommer aber mitreich vergoldeten Ledertapeten, die in der Stadt selbst hergestellt werden, sodass sie ganz prächtig aussehen.« — Der Berichterstatter über die Reise desLegaten Michael Bonelli (Cardinal Alessandrino), Giovanbattista Venturino hatteein wenig früher (1571) die Neustraße um ihrer Schönheit und vornehmen Gebäudewillen gepriesen. Doch sah er sie gleichfalls im Schmucke flämischer Arras-Teppiche und indischer Seidendecken (Opusculos VI., 83), deren Zahl und Prachtihn tagtäglich von neuem in Staunen versetzte.