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Vier Gespräche über die Malerei, geführt zu Rom 1538
Entstehung
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il wenig zahlreichen, nun schon vergriffenen Exemplaren nur eine

it geringe Anzahl nach Deutschland gekommen. Der Abdruck

;r auch des Originals an dieser Stelle bedarf daher kaum der

;r Rechtfertigung. Die originelle Denkungsweise und Schreibart

i- Hollanda's, der oftmals unbewusst und ungewollt die Rolle

a Heraklit's des Dunklen spielt, sowie unsere von Roquemont

| s häufig abweichende Auffassung macht für den kritischen Leser

i r ein Zurückgreifen auf den portugiesischen Wortlaut nicht bloß

[ e wünschenswert, sondern zur Nothwendigkeit. Auch war die

ie Textgestalt im früheren Abdruck noch keine endgiltige. Vielfache

n Nachbesserungen sind hier durchgeführt worden, soweit das Wissen

r e des Herausgebers es gestattete. Auch in der Einleitung und in

r e den Anmerkungen war manches neue Ergebnis zu verzeichnen.

;n Ho 11 an da handhabt die Feder mit sichtlicher Schwierig-

; j) keit. Zwar verstand er die classischen Sprachen, sowie das

2S Italienische. Mit der vaterländischen Literatur aber war er

2S offenbar wenig vertraut und auf den Schriftstellerberuf nicht

3e schulmäßig vorbereitet. Mit den Vorzügen eines schreibenden

j-,. und selbstdenkenden Künstlers von leidenschaftlichem Empfinden

ie theilt er die Schwächen eines Autodidakten. Zudem hatte das

se Studium der Classiker, der Aufenthalt außer Landes, der intime

Verkehr mit italienischen Künstlern ihn seiner Muttersprache

0 . etwas entfremdet. Er gibt ihr durch orthographische Eigenheiten

z l oft fremdartige Färbung, verfällt hie und da ganz ins Italienische,

e , thut ihr durch latinisierende Constructionen Gewalt an, durch-

j streut sie reichlich mit für ihn unentbehrlichen Neologismen

11! (Italianismen und Gräcismen), doch auch mit einigen sehr

hübschen, prägnanten Wortschöpfungen, wie zum Beispiel

desmusico für kunstfeindlich. Hie und da lässt er auch,

weil es ihn Mühe kostet, den neuen Gedanken Gestalt zu

verleihen, dem Satzbau die unbeleckte Bärenhaftigkeit des ersten

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Wurfes. Infolge dessen haben Abschreiber, Übersetzer undei

Herausgeber ihn nicht immer verstanden und wohl mancherleiei ö

a Verstümmelung auf dem Gewissen. In Ermangelung der

" Urschrift sind wir aber auf ihre Arbeit angewiesen. Ich habe

s mich bemüht, durch gründliches Studium der Gesammtwerke

.Hollanda's seine wahre Meinung zu erkennen; doch wird

, ( auch hier im Text wie in der Verdeutschung nicht immer der

Nagel auf den Kopf getroffen sein.