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il wenig zahlreichen, nun schon vergriffenen Exemplaren nur eine
it geringe Anzahl nach Deutschland gekommen. Der Abdruck
;r auch des Originals an dieser Stelle bedarf daher kaum der
;r Rechtfertigung. Die originelle Denkungsweise und Schreibart
i- Hollanda's, der oftmals unbewusst und ungewollt die Rolle
a Heraklit's des Dunklen spielt, sowie unsere von Roquemont
| s häufig abweichende Auffassung macht für den kritischen Leser
i r ein Zurückgreifen auf den portugiesischen Wortlaut nicht bloß
[ e wünschenswert, sondern zur Nothwendigkeit. Auch war die
ie Textgestalt im früheren Abdruck noch keine endgiltige. Vielfache
n Nachbesserungen sind hier durchgeführt worden, soweit das Wissen
r e des Herausgebers es gestattete. Auch in der Einleitung und in
r e den Anmerkungen war manches neue Ergebnis zu verzeichnen.
;n Ho 11 an da handhabt die Feder mit sichtlicher Schwierig-
; j) keit. Zwar verstand er die classischen Sprachen, sowie das
2S Italienische. Mit der vaterländischen Literatur aber war er
2S offenbar wenig vertraut und auf den Schriftstellerberuf nicht
3e schulmäßig vorbereitet. Mit den Vorzügen eines schreibenden
j-,. und selbstdenkenden Künstlers von leidenschaftlichem Empfinden
ie theilt er die Schwächen eines Autodidakten. Zudem hatte das
se Studium der Classiker, der Aufenthalt außer Landes, der intime
Verkehr mit italienischen Künstlern ihn seiner Muttersprache
0 . etwas entfremdet. Er gibt ihr durch orthographische Eigenheiten
z l oft fremdartige Färbung, verfällt hie und da ganz ins Italienische,
e , thut ihr durch latinisierende Constructionen Gewalt an, durch-
j streut sie reichlich mit für ihn unentbehrlichen Neologismen
11! (Italianismen und Gräcismen), doch auch mit einigen sehr
hübschen, prägnanten Wortschöpfungen, wie zum Beispiel
desmusico für kunstfeindlich. Hie und da lässt er auch,
weil es ihn Mühe kostet, den neuen Gedanken Gestalt zu
verleihen, dem Satzbau die unbeleckte Bärenhaftigkeit des ersten
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Wurfes. Infolge dessen haben Abschreiber, Übersetzer undei
Herausgeber ihn nicht immer verstanden und wohl mancherleiei ö
a Verstümmelung auf dem Gewissen. In Ermangelung der
" Urschrift sind wir aber auf ihre Arbeit angewiesen. Ich habe
s mich bemüht, durch gründliches Studium der Gesammtwerke
.Hollanda's seine wahre Meinung zu erkennen; doch wird
, ( auch hier im Text wie in der Verdeutschung nicht immer der
Nagel auf den Kopf getroffen sein.