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Vier Gespräche über die Malerei, geführt zu Rom 1538
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hören, so steckt doch in diesen Dialogen (einem Drittheilnur von Ho Hand as gesammten Kunstschriften) ein nicht ,unbedeutender Rest wertvoller, nirgends sonst zu findender :Mittheilungen sowohl über Hispanisches als auch überItalienisches. Für die Buonarroti-Gemeinde sind die an- Jschaulichen Schilderungen der Zusammenkünfte Vittoria 1Colonna's mit Michel Angelo, von denen Hollanda als 1Eingeweihter Kunde gibt, natürlich das Wertvollste; für <die Wenigen, welche sich mit der altportugiesischen Malerschule ibeschäftigen, seine Mittheilungen über die Halbinsel. Für seineengere Heimat aber hat alles und jedes Bedeutung, was er in Iseinen Werken niedergelegt hat, weil er der erste und einzige causübende Künstler ist, der im 16. Jahrhundert über hiesige cZustände und Bestrebungen aussagt: begeisterte Dithyrambenüber die Kunst, die er mit tönenden Beiworten als göttlich kund heilig verehrt; langathmige, bilderreiche Definitionen ihres I'Wesens; Nachrichten über seine Romfahrt; ein ästhetisches °Glaubensbekenntnis von unzweideutiger Klarheit; schonungslose SlKritik über die vaterländischen Maler und Baumeister; Rath- uschlage über den Bildungsgang des Artifex; praktische Pläne "zur Befestigung und Verschönerung der Tejostadt; Verzeichnisse Srömischer Alterthümer; Künstlerlisten; ein Rosenkranz classischer ^Anekdoten; sowie charakteristische Züge aus dem Leben der Neo e ^Classiker und aus beiden abgezogene Träume von einer, ach o1so unmöglichen Nachfolge plinianischer und italienischer Künstler trin dem kleinen, seinem Verfall rasch entgegengehenden Portugal s *Auch für die allgemeine Geschichte der ästhetischen Ideen fällt (Imanche Bereicherung ab. ™

Der Wunsch nach einer zugänglichen und zuverlässigerAusgabe entstand bei heimischen und fremden Forschern, sobaltvom Inhalt der Dialoge etwas verlautete. Wie sattsam bekannist, hat eine französische Übersetzung, im Auftrage des GrafeiRaczynski und als Ausgangspunkt für seine Untersuchungerüber portugiesische Kunst von dem Maler Roquemont her 'gestellt, seit Mitte des Jahrhunderts die Aufmerksamkeit erregund befriedigen müssen. Sie konnte jedoch nicht genügen, wei 'sie fragmentarisch wie auch an offenbaren Missverständnissen reiclist und den Urtext völlig beiseite lässt. Von diesem erschien er]

vor kurzem ein erster Abdruck in Buchform. Doch ist von de:

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