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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
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gemachte Bemerkung, dass die altertümlichen Schriftzügenicht bloss in den ersten, sondern auch in den späterenJahrhunderten nach Chr. Geb. häufig mit Absicht hervorge-sucht und angewendet worden seien, liefern die Siegel-stempel und Münzen des Mittelalters zahlreiche Belege,deren Beschreibung und Abbildung gleich umständlich sein,überhaupt aber nicht hierher gehören würde. Die Erwäh-nung ist zunächst nur durch den vierten Buchstaben derzweiten Zeile veranlasst, dessen Form zwar der gewöhnlichendes II zu entsprechen scheint, doch auch einer nicht seltenvorkommenden des N gleich ist. Diese war mir bereits aufälteren cölner Münzen aus der Carolingischen und derdieser zunächst folgenden Zeit, in dem Namen COLONIA,so wie in verschiedenen Ortsnamen auf der Tabula Peuting.aufgefallen, als ich sie auch in etruskischen Inschriften,z. B. auf mehreren der von Janssen, Musei Lugduno-Batavi Inscriptiones Etruscae, abgebildeten, und in dem vonDennis, Die Städte und Begräbnissplätze Etruriens, zusam-mengestellten Alphabet, sowie auf einer im vorigen Sommerzu Gellep gefundenen reich verzierten Gefässscherbe vonterra sigillata, mit dem schon von Janssen, a. a. 0. Tab.XXVITJI. Nr. 55, nach einer Lampe von unbekanntem Fund-orte mitgetheilten von der Rechten zur Linken lau-fenden Stempel: 1SNAITIMO) wiederfand. In den ange-führten In- und Aufschriften berührt nämlich, wie auf derdes Ringes, der zwischen den beiden senkrechten Strichendes N schräg laufende Querstrich nicht die beiden entge-gengesetzten Endpunkte derselben, sondern entweder nurden einen und von dem andern Striche die Mitte oder beidemit geringem Unterschiede gegen diese hin.

Die Lesung der Aufschrift, welche sich nach dem Vor-stehenden mir ergeben hat, ist folgende: DECV ALAE ||PRT (T?) NOR VET || QVOI PRAE[st] || P VIBIVS ||RVFVS. Die 1. Zeile bietet im 1. Worte eine ungewöhnlicheAbkürzung von Decurio, wofür ebenso wie für Decuria:DEC und DE die üblichen sind. In Zeile 2 ist der1. Buchstabe dem 1. in Z. 4 und dem 5. in Z. 3, welcherals P in Prae(st) nicht zweifelhaft sein kann, der % aber