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Kloster und Gymnasium Antonianum der Franziskaner zu Geseke
Entstehung
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83
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GYMNASIUM 83

Dingen aus seiner Stiftung ausgeschlossen und diese Sorgendem Magistrat überlassen.

Das Testament wurde im Jahre 1723 publiziert und demProvinzialkapitel offiziell mitgeteilt, das die lakonische Antwortgab, die Provinz nehme die Stiftung den geltenden Bestim-mungen entsprechend an und verpflichte sich, so lange dieEinkünfte dem Kloster als Almosen zur Verfügung gestellt blieben,das Onus der Schultätigkeit beizubehalten '). Schon aus dieserBemerkung geht die Vorsicht der mißtrauisch gewordenen Ordens-oberen dem Magistrat gegenüber hervor, und die ständig wieder-holten Bemühungen der Stadt, mit dem Kloster auf Grund derBertramschen Fundation einen beide Teile rechtlich bindendenVertrag abzuschließen, hatte nach verschiedenen Abänderungs-vorschlägen von seiten der Provinz erst im Jahre 1733 end-gültigen Erfolg 2 ). Selbst die kurfürstliche Behörde ließ sichüber die Angelegenheit eingehend berichten. Von einem Regie-rungsbeamten war dem Kurfürsten der Vorschlag gemachtworden, dem Drosten zu Geseke die Kontrolle über die Aus-führung der Fundationsbestimmungen zu übertragen, und fallsBürgermeister und Rat der Stadt Geseke die Fundation nichtnach dem Willen des Stifters administrierten, so möge der Kur-fürst dem Guardian die Präsentation zweier oder dreier geeig-neter „Subjekta" zur Annahme der Renten und Gefälle über-lassen, aus denen der Magistrat einen Administrator der Fun-dation erwählen könne, der dann an einem bestimmten Tagevor Bürgermeister und Rat Rechnung ablege. Bei Streitigkeitensolle der Offizial in Werl Richter sein 3 ). Ob dieser Modusgewählt wurde, kann ich aus den mir zur Verfügung stellendenArchivalien nicht ersehen; jedenfalls gab der Kurfürst auf Grunddieses Berichtes wenige Tage später dem Drosten zu Gesekeden Auftrag zur Untersuchung der gesamten bisherigen Stiftungs-verwaltung 4 ).

Durch die schon erwähnte Testamentsklausel über dieNutznießung auf Lebenszeit durch Verwandte waren die Ein-

') Ebd. I 412. 2 ) Ebd. I 532f., 578—580.

') SAM Herzogtum Westfalen X 3» toi. 128'' bis 131 ''.

') Ebd. toi. 133''.