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Kloster und Gymnasium Antonianum der Franziskaner zu Geseke
Entstehung
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Vorwort.

Dr. Wilhelm Meyer hat im Jahresbericht 1901 der höherenStadtschule zu Geseke und in seiner Festschrift zum hundert-jährigen Jubiläum derselben Studienanstalt im Jahre 1904 wert-volle Beiträge zur Geschichte des früheren Franziskanergym-nasiums geliefert. Auf Grund dieses Materials und mit Hilfeneuer archivalischer Funde veröffentlichte Dr. Jos. Lappe 1911eine eingehende Geschichte des Gymnasiums, die auch überdie Geschichte des früheren Klosters einiges Licht verbreitet.Ich habe unter Benutzung dieser Arbeiten und mit Hilfe neuer,noch ungedruckter Quellen eine möglichst eingehende Geschichtedes Klosters zu geben gesucht; es bleibt mir freilich bei dengroßen Lücken in dem mir zur Verfügung stehenden Materialbewußt, daß auch meine Darstellung keinen Anspruch auf Voll-ständigkeit machen darf.

An diesem Mangel tragen freilich die Patres von Gesekeselbst den größten Teil der Schuld. Auf dem Zwischenkapitelzu Münster 1703 war jedem Oberen unter Strafe der Amts-enthebung zur strengen Pflicht gemacht (Acta cap. I 299' b f.),innerhalb Jahresfrist zwei Chroniken von je 300 Blättern anzu-legen. In dem ersten Bande sollten neben der Totentafel ipitNachrichten über die Verstorbenen die Inventare der Sakristei,der Bibliothek und Krankenzimmer, die Verzeichnisse der ge-stifteten Suffragien und Messen aufgeführt werden. Der zweiteBand war als eigentliche Konventschronik gedacht und solltedie Gründungsurkunden, alle Privilegien, Bullen, Zirkulare,Kapitels- und Prozeßakten, überhaupt alle Ereignisse enthalten,die auf das Haus Bezug hatten. Der damalige Guardian NikolausBorghorst hat nun zwar mit seinem Liber annotationum einenglückverheißenden Anlauf genommen, aber den Absichten des