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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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324
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324 V, SV, 4.

in mit namen und sprach zu im: 'Wärst du nit in die geschlosz, dy des chlosters,k8men, so wärst du der ewigen, hellischen pein nit entrannen.' In dem chlosterwarn auch gest, die, durch die regell und orden enpfahen, dar komen warn, diewurden auch von iren kamern berüfft. Sy warn aber so vest behafft mit zeit-

5 lichem gütt und der weit gelwsten das sy grosz zweivel hetten solich swär undhert pürd auff sich zu laden. Die giengen in grossem getrauen zu dem mann Gotsund bekantten da ir wankelkayt und paten das er Gott für sy pätt das er sydätt bestatten in dem fürsacz und in benäm die wanckelkaytt. Er antwurttin und sprach : 'Als lang ir mit ewren gedencken und mwt in die weit gedenekt,

10 so lang mügt ir Gott nit gefällig sein. Auch nyeman mag in gütt gevesst werdender sein fürsacz in pös hatt. Dar umb slacht gancz aus die weit und yr gelwst,ir happt sy holt, eytel und unfruchtperleich, und wann ir das tütt, so gewinttir an mangel die genad des behalters Jhesu. Hett yr gesehen das ich hab gesehen,ir hyelt alle er der weit ymer snöd und unrain.' Darnach waren ir vil die in gar

15 vil fragten, der von seinem vatter, der von seiner mütter, ertlicher von seinemkwnpfftigen stantt, ertlicher von seinen gegenwärtigen leben. Aber der man Gottshett all sein antwurt gar in behwtter masz und ordenung, das er pillich der haim-lichen ding und gewissen ain rechter versweyger was. Darnach zu hantt, als Gottin rief, wart sein heylige seel erledigt und von seim leib und bedorfft des leib

20 leyden und arbaytt nit mer besorgen. Wir hoffen und glauben das die seel vonstund mit dem liecht aller glori beclaytt und umb geben ward, da sy nyessen wirttunzergenckleich lust und fräud.

Die zway capitel und funff darnach hab ich von aim gehörtt,der es gesehenhatt, darumb hab ich sy geschriben, wann der ding sind noch hewtt vil zewgen.

SB Novicius: Ich pitt dich vollend die andern auch, so hörn sy die leser

dester lieber, so sy so newlich geschehen und so warlich bezewgt sind.

Capitulum quartum.

Von dem tod Syggberten, des münchs.

[203 r ] Es was in dem selben chloster ain münch, priester, der hyes Syg-30 bertus, jung und ain liebhaber des ordens, seins leibs ain rechter und warerkestiger, der hett inprünstiklichen lieb die kewschen mayd Maria, und sünstwas er aller tugend voll, und wie er kund oder mocht, so lockett und zoch er allander zu der lieb und dienst Marie. Da nwn die zeitt seiner beruffung kam,wann er was vast kranck und sein leyden vast grosz, da was ain convers, der35 von Gott sunder gnad und offen warung hett, sehentt ain solich gesicht. In be-deücht das man kloppfet an die tafel der totten, und er gieng zu trost des prüders

13. vor die gestrichen des.

15. ettlicher] Zuerst war ettliche geschrieben', dann wurde r angefügt und ge-strichen. J6. Gott.

19. in rief fehlt; \at.\ Mox vocante Domino, sancta illa anima.