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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
319
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V, 1.

H19

ee geschriben steend, wann von Überfarn des gepots, das tetcn unnser allt vätter,ist der tod körnen auff die erden. Dar umb haisst der tod der totten, wann mitdem pyss wir getött wurden, wann von des pyss ist als menschlich gesl&cht inden tod gefallen Der tod wirt auch von pitterkait also genennett, wann alsman sagt so ist kain pein auff dyser erden so pitter und hertt als schyedung des 5leybs und seel Wist das dreyerlay tod sind, als dann Ysiderus spricht: Am pittertod, ain unzeittiger tod, und ain natürlicher tod. An dem pittern sterben diekinder, an dem unzeittigen sterben die Jüngling, an dem natürlichen sterben diealten. Seyd wir nwn an gevangen haben zu jeden von dem sterbenden, so soltuwissen das vierlay weys ist zu sterben: Etlich die leben wol und sterben wol, 10etlich haben übel'geleppt und sterben dannoch wol in den gnaden Gots, und ezsind auch lewtt die wol geleppt haben, und doch von rechtem urtail Gots Übelsterben. Die underschavd hatt Gott genüg durch den propheten Ezecluel ausgelegt, von den wol lebenden und wol sterbenden spricht er: 'Ob am man gerechtist und tut gerechte urtayl und werch', und darnach nentt er vil gütter werch 15und besehest also: 'Der selb ist gerecht und leppt des ewigen lebens, also sprichtGott der herr.' Von den Übel lebenden und Übel sterbenden spricht er [200 r ]von stund darnach: 'Ist das der pös gepirt ain sün, der das plüt vergewst' etc.und sagt von vil wereken der poshait und beschlewst am end also: 'Der leppt mt,er Wirt sterben so er so vil Übels tütt und sein plütt vergyessen wirt in im sein'. 20Von dem dann der Übel geleppt hatt und der sein leben berewt, spricht er also:'Wann der pös pwsz entpfächt über all sein sünd oder missetat, die er begangenhatt, und behalt darnach alle meine gepott und tütt recht urtail und gerichtder wirt leben und nit sterben, und all sein poshait, die er gethan hatt, der wdich nvmmermer gedencken.er wirt leben in der gerechtikait, so er begangen hatt. 25

Novicius: Das ist ain grosser trost allen sündern.

Monachus: Ez ist war, aber das hernach gett, das ist gar grausamheherdann diser trost: 'Ob sich der recht kert von seiner gerechtikart und begmtttreiben poshait nach allen seinem pösen willen und fürsaez, als dann die posenthünt, so gedenck ich nvmmermer der guttat, so er vor gethan hatt, und er wirt 30sterben in sein sünden.'die er begangen hatt.' Petrus hatt wol geleppt und wolgeendet. Symon, der zaubrer, hatt Übel geleppt und Übel geendett, der Schacheram chrewez hatt Übel geleppt und hatt doch gfitt end genomen. Nicolaus, derwaller, sagt man. wie er wol geleppt hab am ersten, er hatt aber mt wo geendet

Novicius: War umb die gütten wol sterben und die pösen übel darumb 35isf mir kain frag. Warumb aber die gütten lang zeitt wol geleppt haben und

2. lat.: Unde mors a morsu nomon aeeepit.

6. Ysidorus (Originum libri XX) Üb. XI s. 76.13. Hesek. 18. 15. umb. 16. beschwst, Hesek. IS, 59.

18. Hesek. 1013. 20. lat.: in ipso erit. 22. Hesek. 18, 21 j.

24. vor der 2 gestrichen wirt. 28. Hesek. 18, 24.