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sprang auff den alltar, und ez ward ain loch darin, das noch also stet. Da sachder glocknär das die heyligen, der heyltüm in der kirchen warn, das die liepplichmit den tewfeln fachten und sy vast vertriben, wann da geschach gar ain grosserstreitt. Die tewfel wurden sygloz und mochten des priesters leib nit hyngefürn,5 doch fürtten sj^ ain micheln tail des tachs mit in. Der glockner hatt offenlichgesagt das die tewffel des priesters leib gar offt und vil auff fürten pis under dastach des tums, darinn sy lawtten. So komen albeg die heyligen und namen denleip den tewfeln [186 r ] wider. Man sagt das der selb priester newlich mit tanezenain grosse er und gab ertanezett hett, den selben krancz hett er zu seinem haws
10 aus gehangen, als er der aller pest tanezer war, wann vor dem selben pfaffen hawspflagen die jungen närrischen ir tanczspil zu treiben.
Novicius: Als ich verstee so hatt Gott an dem priester gestrafft hoch-fart, da er verhengt hatt das sein gewant also zerrissen ward, und hatt gestrafftunkewsch damit im sein gemächt hoden also verplant wurden.
15 Monachus: Du verstest ez recht und wol, wann die pein gehört zu sölicher
schuld und sündt. Wissz auch: Als Gott die pösen plagt und strafft durch diedoner und pliez, also kumpt er zu stunden den gütten darmit zu hilff.
Das XXX capitel.
Von Reichwein, der durch ain donerslag von den räubern er-20 ledigt würd.
Reichwein, unnser keilner, da er zu ainem tag gen Köln raytt in der zwi-trächt zwischen den offt genanten künigen, da sach er gar vil wäppner auff ireupfärden halten, nit verre von der statt, darab erschrack er vast. Da rant ainermit snellem lauff zu im und vieng sein pferd bej T dem zawm, zu dem sprach er
25 also: 'Munich, steig ab von dem pferd, ich müs es haben.' Kaum hett er seinewort geendet, da antwurt Gott von hymel für sein knecht, nit mit Worten, sundermit ainem grossen donerslag. An dem ganezen tag ward nye doner gehört nochpliez gesehen. Von dem grossen donerslag erschiack des raubers rosz so ser dasez auff seine knye viel und das er kawm besassz. Von stund zoch er sein band
30 an sich von dem zawm des münches und sprach gar andächtikleich: 'Reitt hynmit fryd, wann wärleich ir seytt ain gütter man.' Der Reichwein danckt im undraytt frölich haym und bechantt das in Jhesus Christus götlich erlöst hett. Dashat mir der selb Reichwein mit seinem mund selb gesagt.
Novicius: Wem Gott also mit fwr beybestett, der ist wol zu fürchten.
3" 1 Monachus: Es ist das hymelisch fewr nit allain zu fürchten, sunder
auch das irdisch fewr, das mit holez enzüntt und ander prynnenden dingen undvon menschen gemacht wirt, wann alle ding die steend zu gepott und willen Gocz,
2. lieppiioh] 'leibhaftig' ; lat.: fortitor. 4. hyngofurn] y aus n korrigiert
32. ir. 37. von fehlt ; lat. : ab hominibus.