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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
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273
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IV, 4-1V, 5. 273

Das IIIj capitel.

Von einem priester, der durch aderlasz all sein geschrifft verlozund die über ain jar durch ain ander aderlasz wider gewan.

Der appt von sand Michels perg der fwr zw ainem gemainen capitel undrayt durch Hemerrod, der sagt uns gar ain wunderleich geschieht. Er sprach: 5'Ez was ain priester bey uns, wol gelertt und erber, der selb lyesz zu ader an einem .tag, also verlor und vergaz er aller kunst und geschrifft, und nyemant verstundanders, dann das er durch das plütt lassen verlorn hett. Von der zeitt kunt erkain puchstaben und kunt auch lateinisch wort weder reden noch versteen, unddas er sein synn nit verloren hett, das erzogt er domit, wan er alle ding die er 10vor ye gethan hett, die wesst er wol. Der selb münich klagt mangem man dieVerlust seiner geschrifft. Da kam ain behender man und ryet im das er gleichüber ain jar und an dem selben tag und stund anderwerb das plütt lyesz gleichauff der selben ader, so vermaint er das er wider gewunn sein schedlich verlwst.Da er das allso tett, da gewan er von stund wider all sein kunst und geschrifft, 16die er vor gehabt hett. Das ist geschehen von Gott dem herren und ist vastwunderleich in unnseren äugen.

Ettlichen gibt Gott gnad der gesunthaitt, als hernach geschriben stett.

Das funfft capitel.

Von aim convers von Ebrach, der die siechen gesundt macht, 20

wann er sy berürt etc.

[177 r ] Zw Ebrach was ain convers, ain ainfaltiger und gütter mensch,vast allt, dem hett Gott so vill gnaden verlihen das von dem an greiffen seinerhend gar vil fremder siechen gesund wurden. Da das die gemain vernam, dakomen von paeden geslachten, man und frawen, gar vill lewt zu dem chloster, 26die dann die tugend und gnad seines haylsamen Segens enpfyengen. Von solichemzwlawffen verstund und merekt der appt das die prwder an ir andacht gehyndertwurden, auch das chloster mit zerung vast beschedigt werden. Da gepot er demselben convers das er hyn fiir kaynen layen sein hend auff legt, und von der stundhortt die krafft der zaichen an im auff. Das ist mir warlich gesagt von den 30münchen zu Ebrach in disen zwayn jaren, da ich da was. Ich gieng auch selb zudem heyligen mann und pat in das er für mich Got pät, da antwurt er ainfaltik-leich: 'Ich pett alltag für dich und die ganezen weit.'

Novicius: Mit was wereken verdient man solich gnadl

Monachus: Mit beyspiln und nit mit worten wil ich dir antwurten etc. 36

3. gewan ist am Ende der folgenden Zeile nachgetragen.

6. wol ist übergeschrieben.

7. und 1 ] vn sind aus einem anderen Buchstaben korrigiert.

19. Das fünfft capitel] ist im Inhaltsverzeichnis (S. 266) Kapitel VII.27. andacht] h undeutlich..Deutsche Texte des Mittelalter«. XXX. , K