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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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246
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246 III, 43— III, 44.

Das XLIIj capitel.

Magister Mauricius Parisiensis etc. Maister Mauricius zu Parys,ein pischoff, der ward vor seinem tod so swärleich kranch das die materi der-selben kranchait in sein hirn gezuckt ward, davon er sein vemunfft und synn5 verloz. Und in sölicher unmechtikait und kranchait vordert er stätikleich undpat im unnsers herren leichuam zegeben. Aber die pey im waren und sein pflägen,do in die selben als krancken und unwiezigen sahen und hörten, die wolten nichtverhangen das im das sacrament geben würd. Und do er des so stätikleich begertund ervordert, do schickten die selben sein pfleger nach dem priester und redten

10 mit im, das er dem selben maister ein ungesegencz oblat für das sacrament gebenund in seinen [16P] mund, als ob es das heylig sacrament war, legen scholt.Do der selb priester also mit grosser zier und löbleichait kom, als einem pischoffzugehört, als pald er über das drischschüfel des bischoffs haws kom, do schrayderselbe pischoff mit lautter stymm: 'Tu hin, tu hin, trag das wider haim, es

15 ist nicht mein herre Christus.' Das hett im Gott in sein or gerawmet, das er wolwesst wes sy mit im pflegen wolten. Der priester und alle die anndern doselbsgegenwürtig wurden mit forcht bestanden. Do gieng darnach der priester widerzu der kirchen und pracht im unnsers herren waren leichnam, den empfieng mitgrossen kristenleichen lob reden und mit rew und andacht und diemüttigem

20 anpeten. Und mit der selben empfahung des heyligen sacraments wurden imalso sein synne, krafft und vernunfft widergeben von gnaden und krafft desheyligen sacraments, und also starb er in gütter bechanntnüsz mit vollem glaubenund götlicher liebe.

Das XLIIIj capitel.

95 Simile contingit cuidam puero iuveni sicut etc. Des gleich

ist geschehen einem kind, das die jar seiner vernunfft nicht hett, als mir desselbenchindlens leiplich prüder Ludolff und Haydenreich, zwen münch unnsers chlostersgesagt habent. Do dasselbe chind in chranchait viel, do ward es von ein fluszdes heyligen geistes darzu pewegt, das er pitten ward umb das heylig sacrament,

30 das im das solt geben werden. Den priester in der pfarre ward das angesucht,der sprach es war nicht zetün das er einem solichen chint solt goczleichnam geben,wann es verstund nicht was daran wird und gnaden war. Doch wolt er dem chindein genügen tun mit einer gleichnüsz und pracht mit im zu dem chint ein unge-segent oblat. Do er im dasselbe raicht und geben wolt, do sprach er: 'Nym hyn,

35 das ist unnsers herren leichnam'. Nym war, unnser herre Gott gab dem chind

2. l'arionsis.13. lat. : mox ut Urnen domus sacerdos attigit. 16. weis.

24. das XLIIIj.

25. den] Zuerst war Es geschrieben; dann wurde d vor das E gesetzt..35. vor dein tifi.at.<rit*.h<»n. ;™

36. vor dem gestrichen im.