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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
150
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150 ii, 51.

zu den chlosterfrawen gen Ditkirgen pflag zegeen und freüd mit in zu suchen,nicht in geistlichait, sunder in aller weltlicher leichtfertikait und der seien sched-leichait. Und als offte er solt zu den chlosterfrawen geen, so müst er des wegsdurch die kirchen geen, die in sand Johanns und in sand Peters eren geweicht was.

5 So gieng er dann mit anff geracktem hals in hochmvitikait und on alle goczforchtdurch die selben kirchen und für der lieben heyligen allter, das er sich in nichtemit naygen seins haubts, mit knyen noch mit gepeten beweiset und als in unver-nunfft dannen und dadurch gienge. Der heyhg sand Johanns gotsdauffer erscheinim eines nachtes in einem trawm und sach in mit ungütigem anplick an und sprach

10 also zu im: 'Du ungerechter, du pist so offte durch mein pethaus gangen und hastmir nye kain stund etwas eren erboten, oder das du eines males dein haubt genaigthiettest vor meinem alltar.' Domit so hüb sand Johanns seinen füs auff sokrefftikleich, und stiesz in in seinen pauch, also das er von forcht der straffungund von dem smerczen des stossenz erwachte. Und von der selben zeitt hüb er

15 an ze siechen und ward kranck mit geswellung des pauchs, von tag zu tag yemer [101 e ] ye mer, bis das er gancz wassersüchtig warde, und also meret sich derselb geprech bis auff die zeitt. das er starb. Und wilt du wissen seinen nomen,so wisz: Er hyes auch mit dem tauffnamen Johannes. Und vielleicht ist demselben heyligen dester mer misse vallung an im gewesen von der gleichaissung

20 wegen des namen Johannes, das im dasselb in seinem herczen chain einpildungeiner gedechtnüsz oder wirdikait in seinem herczen eingepildt hat zu den erensand Johannsens Gotstauffer.

Novicius: Cum maior sit perfeccio patrie etc. Seind die vol-komenhait des Vaterlandes grösser ist dann die volkömung des wegs darzu, was

25 ist das das die heyligen so swärleich ir belaidigung, die in von uns beschicht, sohertikleich rechent ?

Monachus: Voluntas eorum etc. Ir wille ist dem gütlichen willenalso veraynet das sy nicht anders mügen wellen denn das gotswille ist. Die weg-fertigen menschen sind schuldig zepitten für ir veynt, so sind die heyligen in

30 dem hymelischen Vaterland schuldig dem gütlichen willen zu verhengen. Einheyliger martrer, genant Mercurius, als der die zeit bey Christo zu hymel was,der ertött den wütreich kayser Julianum in einem streytt, der ein abtrünne undein grosser achter und wütrich was der kristen, der villeicht auff dem weg, doer lebt auff erden, für sein ächter gepeten hatt.

4. Nach geweicht was noch einmal durch geen.20f. lat. : quod ipsa nominis eius aequivocatio, nil memoriae, nil reverentiaecordi eius impresserat circa ipsum.

28. gots] s aus einem zweiten t korrigiert.

32. lat. : Julianum, iam cum Christo regnans, occidit.

33. vil] Es war erst viel geschrieben; dann ist das e durch einen senkrechten, einemlähnlichen Strich, wieder getilgt.