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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
101
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auff den sybenden der heyligen junckfrauen, wytiben und aller ander enthalden,frummen menschen, die sich vor unke tisch behutt und enthalden haben, in demachtem stappfel oder sprüssel der laitter die sehung oder beschawung allerlaydinger, die wunderleich erscheynend sind.

Novicius: Quali modo vel qualibus formis Celestes Spiritus 5sive sint angeli [70 r ] seu humani? etc. In welcher weis oder massz oder inwiegetanen formen und gestalten, es sein englisch oder der menschen geist, vonhymel sich die selben geist den lebendigen, todleichen menschen hye auff ertrichmit fürkomen zu gesicht, leipleich oder geistlich, sehen lassen, das wolt ich liebermit exempeln und ebenpilden denn mit worten von dir hören, doch allso das du 10mir voran von der sehung unnsers lieben herren Gots und haylants Jhesu Christides ersten die ebenpild offenwarest.

Monachus: Invoca mecum spiritum sanctum, qui ab ipsoprocedit etc. Hylff mir an ze ruffen den heyligen geist, der von im entspreüsset,von des erscheynung ich auch dir etwas willen hab zu sagen, das ich mit seinen 15gnaden dir, des du von mir begerest. rnüg dieselben dein fragung in pillicher undzeitlicher weys geoffenwarn. Und wie doch das ist, das die werck der heyligendrivaltikait ungetailt sind, auch das der sün dem vatter und den selben paydender heylig geist gleich mitewesenleich ist mit ungetailten wercken, so ist dochnye erfunden noch gehört worden, das der vater in seiner gothait ye noch ye in 20einer creatur gestalt den tödlichen menschen sey erschynen, das von Got sünund heyligem geist nicht gesagt mag werden. Wir bechennen das der in der per-son. Christi zwo natur sind, die gotleich und auch die menschleich person. Nachder götlichen person mag er nicht gesehen werden, noch yn nyemant gesehenhatt, aber nach der menschait ist er auff ertreich gesehen worden und mit den 25menschen gewandelt hat, wann er ist vor der allten ee und in der zeitt der newenee von den vätern, aber doch ye under ainer gestalt einer creatur. Er ist auchgesehen in der zeit der gnaden in menschlicher natur, und wie doch er ains malaaus ainer raynen junckfraw geporn, genert und gesewget ist, ains mala von denheyligen dreyen kiinigen angepet ist, [70 v '\ in den tempel geantwurt, gemartert SOund von den toten erkückhet und erstanden und in hymel gestigen sey, dennochso verlat er nicht dieselben yecz genanten heylikait alle und ir yegklich bis an dentag seines jüngsten gerichts in wunderleich seiner götlichen wurckung zu vernewennach der masz und in der weyse der vor berürten geistlicher sehunge, damiter sich seinen lieben und erweiten etlich zeitt erzaiget als in seiner kintleichen 35

1. der] der Genetiv abhängig von einem noch vorschwebenden (oder ausgefallenen?)Orden. Burdach. 9. Heber] lieb.

23. perRonen, zu. lat.: Duassiquidem in Christi persona naturas confitemui . . .

26. newen] richtiger alten, lat.: sub lege. Burdach.

27. Nach creatur ist noch einmal gesehen worden zu ergänzen.

28. ains] über ein gestrichenes vm übergeschrieben.

32. nicht fehlt; lat.: renovare non desinit. heylikait Plural; lat.: sacramenta.34. sehunge] am Ende n gestrichen.