58 J, 36-1, 37.
sagten im das und sprachen wie das er unsträffleich wer etc. Und do im alsoversagt ward, do erzürnt er sich gen unnser heben frauen, das sy in in seinemanrüffen umb die sach nicht erhört hett, und was er ir vorher gewonlicher dienstgetan hett, die nam er ab und enzoh ir die alle. Darnach ward in das gerewen,5 und was er also versaumpt hett, das erstatt er alles wider und dient ir widerals vor, domit nam urlaub und hüb sich wider haim zegeen zu seinem chloster.Doselbs er aber gnad und parmung süecht, doch ward er des verzigen. Aberallain der abbt, der im etwas günstig was, gab im den rat das er den erczpischoffzw Tryer umb füderbrieff solt anrüffen, und also erwarb er die selben füder-
10 brieff an den appt und convent, domit er wider eingenomen ward.
Monachus: Vis nunc noscere? Wilt du nw wissen, wie gar mitinniger begir sy ir liebhaber liebhab und wie sy die selben eer, und wie mitso gar wündergrossen, lobleichen Offenbarungen sy die selben ere ?
Novicius: Talia audire etc. Soliche ding zehören ist mein speys.
15 Monachus: Quo dicturus sum. Das ich dir sagen wil, das han ich
von manges erbergen menschen mund gehört.
Das XXXVII capitcl.
In Lombardia quadam domo ordinis nostri etc. In dem lannde zwLamparten in einem chloster unnsers ordens was ein münch,derunnserliebefrawen
20 die magt Mariam so inhiczikleich lieb hett, das er nicht an gehörn mocht, wogelesen oder gepredigt ward mit zweifelung von unser lieben frauen leiphchenenpfachung in den hymel. Der selbe münch was pittend seinen appt an demabent der schidung unnser frauen, das er im den selben unnser heben frauentag erlaubt zw eren auswendig seines chlosters einen münchhoff, der irs chlosters
25 was nahent gelegen [42 r ~\ und sprach zw im: 'Lieber herr und vater, ich magnicht angehören die predig sand Jeronimi, der auff zweifei von der selben unnserheben frawen schydung und leipleich in den hymel emphahung schreibet.'Er was ein hoffmaister desselben ires münchshoff. Des erlaubt im der apptund gab im das urlaub, wann er wolt sein heylikait nicht betrüben. Do er dar-
30 nach in den münchhoff kom, do zuckt in der engel Gots wunderleich und fürtin vil nah ein tagwaid von dannen zu einer klainen kirchen. Aber sein pferd,darauff er gesessen was, und auch sein chnecht die beliben daheim auff demmünich hoff und wessten nicht, wohin und von wem er also danne gefürt undgezuckt ward. Und do der selbe münich allso bey der kirchen nider gesaczt
1. unsträffleich] lat.: incorrigibilis. 3. hett] Das e ist aus a korrigiert.
4. entzah. 5. aller.
16. menschen darüber geschrieben.
24. lat.: ut sibi liceret ire ad vicinam grangiam.
32. daheim] Das o ist aus i korrigiert.
33. er fehlt.