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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
59
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I, 37. 59

ward, do nam in ser wunder, wo und an was statt er doselbs war. In dem dogieng gar ein scheyniger, köstlicher junge aus der kirchen zu im und sagt mitvernemlicher red, wie das im unnser liebe fraue gepüt das er zu ir snelle in diekirchen geen sold. Er gieng zehannt zu irm gepot, und do er in die selben kirchenkom, do sach er die hymelkünigin Mariam mit irem erchlerten leichnam auff 5einem wundergezirten stüel siezen, doselbs auch umb sy zering gesessen warnmangerlayer orden heyligen. Und was auch an dem tag, als umb die newndenhöre in grüszt die aller säligist, kewsche magt Maria gar gütlich und sprachzu im: 'Berhtram, du wirst hye pesser predig von meiner sehydung hören danndie predig Jeronimi sind.' Do die selben umbsiezenden heiligen die none gelesen 10hetten, do sprachen sy auch die anndern tagzeitt, vesper und complet. Es wasauch der gesanck der selben lieben heyligen so süsze das es kain menschenstymme nicht volsagen möchte. Darnach erbot sy im irn allerchläristen scheinund frölichisten anplick und sprach mit solicher frölicher stymm [42 v ] zu im:'Ich wais wol warumb du nw zu der zeit aus deinem chloster gangen pist, du 15solt das in warhait wissen und genczleich gelauben, das ich mit payden, leibund seel, geklärten und an dem vierezigisten tag meiner sehydung von demtod erkücht sein.'

Novicius: Hys verbis concordat visio domine Elizabeth.Den worten ist mithellig die erscheynung und sehung frawn Elizabeth von 20Schönaw, darinne mit sämlichen worten gelesen wirt, wie ir unser liebe frawein solicher weyse und mit solichen worten irer urstend zw gesagt hab.

Monachus: Maiorem judico visionem etc. Ich acht die hernach-geschriben erscheynung noch grosser denn die zwo vorgenanten.

Die quadam angelus domini etc. Eines tages der engel Gots gab 25im ein zaichen von seines appts wegen, das er zu der porten geen solt. Der selbmünch er nach volgt dem vorgeer, und so er pey der porten seinen appt nitfand, do zuckt in auff der engel und fürt in auff ein veld. In wundert und ge-dacht wo hin er scholt gefürt werden. Do komen sy zu gar hohen pergen, undso er über die selben hohen pergen körnen was, do fürt in der engel an die aller 30wunniklichisten statt mit manigerlay pawmen, fruchten und plümen geziert,das was das irdisch paradys. Und under andern dingen, die er do selbs beschawt,sach er auch zwen wunderscheinig allt manne, Enoch und Helyam, die selbenhyelten in iren hennden ein grosz püch, mit guidein puchstaben geschriben,darinne nwr ein läres platt ungeschriben was. Und der engel sprach zw im: 35'Dicz ist das püch der fürsehung und innhaltet alle nomen der gerechten, behalten

1. ward, das d wieder gestrichen.

6. Vor sy steht gestricJien die.17. geklärten] ge Zeilenschluß. und (2.) bis sehydung ist zweimal geschrieben.20. erscheynung] er Zeilenschluß. 22. Vor irer steht gestrichen gelesen wirt.

33. Erst war wunderschön geschrieben, dann ist ön in einig korrigiert, das e Zciclienüber dem neuen e ist jedoch geblieben.