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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
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45
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und einen ehelch und messgewannt und was darzu gehört, und ir ainer stund

über allter, und vor dann er die selben messe zw ennde gelesen hett, do warn

sv geen den vorgenanten checzern Albiensern verraten. Dieselben komen mit

grossem geleüff und ungestümikait in dy kirchen gelauffen gewappent und zugen

den priester von der messe [32»] ab dem allter und fürten in für die kirchen und 5

snvden im ab sein zungen. Der annder priester,. sein gesell, fürt in also kranchen

mit grosser mw undarbait an seinen hennden bis in ein chloster unnsers ordens

genantCluniacum, und enphalh in do selb den niünchen,die in als geistlich, frumm,

christenleich lewtt gütlich auff namen und peweisten im alles gütt, wann sy

erchanten das er durch Gots und seiner lieben mütter und kristenleichs glaubens 10

eer also seiner zungen smächleich beraubt was. Sy gaben im ein zelle in irem

schlaffhaus, darnach in kürcz als an der heyligen dreykünig nacht, den man den

Christen tag nennet, nicht dar umb er der aller öbrist und heyhgist im jar sey,

sunder das der obrist Gott vatter an dem selben tag mit seiner väterlicher stymm

die menscht Christi, seines liebes süns, verchündet bey seiner tawff 15

und sprach: 'Hie est filius meus dilectus'. 'Der ist mein lieber sun, m dem ich

mir wolgefallen pin', desselben nachtes, do die münch zw metten g,engen, und

der vorgenant arm, zunglose priester das vernam und auch durch des heyhgen

tags willen gern zu metten gangen war, und nyemant hett, der m kranchen darzw

geweist hett des slüg und pösst er mit seinem wallstab an der z eilen wannt un- 20

gestümleich und wolt davon nicht lassen, so lang bis das m die munch zw der

metten mit in laytten und für unser lieben frauen allter furtten. Doselbs er sein

innikait und andacht des rewigen herezen betracht, wie doch er nicht gereden

mocht so rüfft er doch mit dem herezen und mit zaichen semer an pittung dy

mütter der parmherezikait mit innikait und andacht an rr mütterlich parmung. 25

Die erschain im in grosser chlarhait und het in irer bannt em fleisch m einer

± uv,rl «nrarli also zw im: 'Semd dw nw durch meinesmenschenzungen gestalt und spiacn aiso ^" A: nam

ii, a Anrnh der eren willen,dy du nur erzaigt hast mit deinem

lieben süns gelauben und durch dei eren Aviiieii, > ,. r99rl .. j^

, .,, , T, A~n oheezern Albiensen beraubt [J^'lpist, darumb

messelesen, deiner zungen von den eneezem ^. ,, j . . j, 8

so wil ich dir ein andree newe zungen widergeben, und tu auff deinen mund . 30

Er tet das gehorsamleich, unnser liebe fraw senckt im ir heyhg vmger mit dem

fleisch,das sy darinn oder dozwischen hett,in seinem mund und saeezt im dasselb

fleisch an den stümph oder würczeln seiner zungen und macht das gancz und

x j ~:+ -.r. sphieri auaen. Also zehant hub er auit mitgerecht, und verswant domit voi seinen augeu.

Ltter stymm seines lobdancks zepetten und zeschreyen den englischen grus: 3o'Ave Maria' etc. bis an das ennd^selben enghschen grusss. Und als er das ga r

12ff lat bloß.- In nocte vero Ep.yphaniae cum sollemnes decantarentur vigiliae,baculo parietem pulsans ministros advoeavit, 15. mensch.

29. Vor checzern steht gestrichen cherezen.

30. andree] vgl. 37,2 geest (Gäste). _

36. Vor ave steht gestrichen: vnd als er das gar offt wid vm sprach mit ruffenvnd mit. grüsss] grüffs Hs.