XX
Einführung.
8. 320: a quo cum fuisset peruncta,mos meliorata pristinum recuperavitvigorem.
Hinzugefügte Einzelzüge:
Str. 8.320: in qua [sc. uxore], dumomnes medicorum artes defecissent,ait iterum daemon domino suo: 'Sidomina mea inungeretur lacte leonino,statim sanaretur'.
8. 11, Z. 27ff.: er bestraich seinfrawen damit: die fraw wart gesundzu derselben stunt. sy gieng zu jremlierren und trost jn.
Veri). Kunst. 8.11, Z. 3ff.: die wei-sen ärtzt wurden besandt: sy erfunden jnjren künsten nit anders, dann das diefraw des morgens sterben solt. sy sagtendas dem ritter. die fraw was mit allencristenlichen rechten fürsehen, der rittergieng gar trauriclichen vff dem sal.das erparmet den knecht: er giengzu seinem herren vnd sprach . . .
Es folgt dann eine weitere Wechselrede zwischen Herr und Diener: dieser suchtzu tröstne, und jetzt bricht bei Hartlieb, wie öfter (Siegmund Hirsch, Das Alexander-buch Johann Hartliebs, Berlin 1909 [Palaestra 82], 8. 95ff.; Pest zu Damiette Dist.VIII, 26) der Arzt durch, als der Knecht die Krankheit der Rittersfrau feststellenwill und zu ihr geführt zu werden begehrt, ihr dann den Puls fühlt, das Leiden be-nennt und schließlich das Heilmittel (leon m'.llicli) angibt.
Eindrucksvolle Steigerung und Spannung wird, erzeugt:
Str. 8. 320: stupente milite adverba ista, et dicente, quis es ergo tu ?respondit ille: 'Non solliciteris de hoc,servus enim tuus sum ego'. Instantemilite, tandem confessus est dicens:'daemon ego sum'.
Yerp. Kunst. S. 12, Z. 4ff.: derknecht sprach: 'herr, wes fragt ir ? meinfraw ist gesunt'. — Der herre sprach:'lieber knecht, jch frag dich vf deinenayde, wer du seyest'. der Jünglingsprach: 'jch bin ewr truier knecht'.der herr sprach: 'jch gepult dir bygot vnd seiner hailigen marter, dasdu mir sagest, wer du seyest.' derjüngling sprach: 'herre, ich bin aintuiffel'.
Während ferner bei Gaesarius das Kapitel beginnt: 'Daemon quidam adoles-centis venusti speciem induens, ad quendam militem venit . . .', ist es bei Hart-lieb zunächst bloß 'ain . jüngling', und er verspart sich die Enthüllung van dessenwahrem Wesen bis zu dieser Stelle, also fast bis zum Schlüsse.
Schließlich zeigt sich in diesem doch kurzen Teile wieder in ganz auffallenderWeise die rhythmische Ausgestaltung von Hartliebs Sprache [vgl. Euphorion XXV,