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Johann Hartliebs Übersetzung des Dialogus miraculorum von Caesarius von Heisterbach
Entstehung
Seite
XII
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XII Einleitung.

aber ihrerseits näher zu H ständen als I; auch ihnen fehlt z. B. das Stück Dist. VIII,Kap. 69 = S. 139,28140,3 das bei Hartlieb vorhanden ist usw.

H benutzt also eine uns zurzeit noch unbekannte Vorlage; die im Euph. 26,351 ff. gegebenen Einzelbelege mögen dazu dienen, Fingerzeige für weitere For-schungen zu geben.

Die den einzelnen Distinktionen vorangehenden Register (R) verlangensowohl bei Hartlieb (=HR) als auch bei I (=IR) eine gesonderte Betrachtung.Zunächst decken sich bei Hartlieb die Kapitelzahlen im Register (H R) und imTexte (H) vielfach nicht. Die Register bei H (ebenso bei I) stellen in fortlaufenderReihe zwischen den Texten der Distinktionen; sie sind also in einem Zuge mitdiesem selbst bei Anfertigung der Handschrift niedergeschrieben worden. So er-geben sich bei den Registern in H im allgemeinen auch die gleichen Abschreib-fehler wie im Text. Dazu kommen gelegentlich noch besondere Unstimmigkeitender Durchnummerierung. In Dist. VII, Kap. 9 ist im Register das richtige'newent' durchgestrichen, fälschlich in 'zehent' geändert; dann wird fortgefahren'Das aynlifft capitel', so daß Nummer 10 fehlt und von hier an das Register demTexte bis auf weiteres um eine Nummer voraus ist. Auch ganz unbegründeteSprünge erscheinen, so Dist. VIII von 50 auf 52, Dist. IX von 32 auf 34. InDist. VII ist im Register Kap. 43, das im Text an richtiger Stelle steht, ausge-lassen, am Schlüsse aber als Kap. 60 nachgetragen; das Register ist aber zugleichdurchnummeriert, so daß jetzt, weil ein Nummer unter schied schon vorhandenwar, das Register um zwei Kapitel hinter dem Text zurückbleibt, bis es dann von 48auf 51 springt und die richtige Reihenfolge wiedergewinnt. Ebenso entstellendurch Auslassungen und Nachträge am Ende Unstimmigkeiten bei Dist. X, 44und XII, 54. Ferner ist Dist. VII, £7 doppelt gezählt. Man sieht schon jetzthieraus, in unserer Handschrift ist eine nicht sehr taktfeste Registervorlage weiterin Unordnung geraten.

Die oben bei der Betrachtung des äußeren Zustandes der Hand-schrift besprocliene Nummerierung der Kapitel im Texte selbst, die wiederumohne Rücksicht auf die Nummerierung in den Registern durchgeführt wurde, hatdann noch weiter zu Unstimmigkeiten zwischen dem Text und den Registern bei-getragen, und es ergibt sich als Endresultat dieser Erörterungen (vgl. Euphorion26, 359) eine deutliche Auseinanderentwicklung zwischen Register und Text.

Von Dist. IX, 49 an werden plötzlich die Kapitel mit deutschen Über-schriften versehen; zugleich fallen die bisher stets beigesetzten Anfangswortedes lateinischen Textes fort. Diese neuen Überschriften im Hartliebschen Textestimmen ebenfalls oft mit dem Wortlaut in den Registern in keiner Weise überein.

Register.

Dist. IX, 49 (201, 25): von eins pfaffendiern, dy von dem sacramentsynnig ward.

Text.

254, 2: von aines pfaffen diern, diedurch empfahung des sacramentsir vernunfft wider gewan.