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Einleitung.
Die Handschrift zeigt im übrigen folgende Bestandteile: El. la (8. 1) be-ginnt mit der Überschrift: 'Incipit prologus in secundam partem dyalogi mira-culorum' [rot]. Es schließt sich eine Vorrede von Hartlieb selbst an (S. 1), aufweMie die sehr breit geratene Wiedergabe des lat. 'Prologus' folgt (S. lf.)\ danachjeweils die Register (über die noch gesondert zu handel nist, s. unten S. XII ff.) unddie Texte der einzelnen Distinktionen (vgl. auch Ewphorion 26 (1925), 348ff.).
Die unmittelbare Vorlage Hartliebs aufzufinden, ist schwierig, teils in-folge der außerordentlich reichen Gaesariusüberlieferung (über 50 lateinischeHandschriften), teils weil Hartlieb, trotzdem sein Werk eine Reihe gelegentlicherErweiterungen bietet, doch nach einem verkürzten Texte übersetzt hat. In denVorarbeiten zu einer Dissertation, die infolge der Kriegsnöte leider nicht beendetwerden konnte, hat Joh. Wichmann festgestellt 1 ), daß die Hartliebsche Über-setzung sehr nahe mit der Innsbrucker Handschrift (=1) zusammengehört.Die Ausgabe des lateinischen Textes von Strange (= Str.) kann nach dem heutigenStande der Forschung als eine kritisclie nicht mehr angesprochen werden; sie be-rücksichtigt nur zwei Düsseldorfer, eine Bonner und eine Kölner Hand-schrift, dazu drei ältere Drucke des 15. — 16. Jahrhunderts und stellt ihrem Wort-laute nach eine ganz andere Überlieferungsgruppe dar, als wir sie bei Hartliebfinden. Ich habe Strange, als zurzeit am leichtesten erreichbar und auch geradeum der von ihm gebotenen Überlieferung willen, stets mit herangezogen ; wo I vonStrange abweicht, ist es stets besonders bemerkt.
Die Innsbrucker Handschrift Nr. 185 (I) stammt aus dem Endedes 13. Jahrhunderts, gr.-fol., zweispaltig. Bl.2a (unpag.) steht: 'Liber monasteriisancti Johannis Baptistae in Stams, nicht von der Hand des Schreibers, aberaus derselben Zeit. Die Handschrift ist also wahrscheinlich im Zisterzienserklosterzu Stams in Tirol, und zwar nach 1273, dem Gründungsjahr, angefertigt worden.Daß sie in räumlich größerer Entfernung von dem Ursprungsort des Originalsentstand, darauf deutet auch die Behandlung mancher dem Rheinländer ganz be-kannter, geläufiger, ja liebgewordener Namen, die in I weggelassen werden odersich zu allgemeinen Bezeichnungen verflüchtigen: Wolkinburg, Drachinfels, Cottin-forst, der große Staatswald bei Bonn.
Dist. XII Kap. V (8. 318): Re-spondit diabolus: Nosti castra vicina(!)Wolkinburg et Drachinfels ? Novi,inquit. Et ille: Par fidem meam . . .
(S. 319): Respondit daemon: Nostinemus in Cottinforst ? Optime, inquit,novi. Et ille: Non sunt tot folia inarboribus, quot . . .
I: Respondit daemon: Per fidemmeam . . .
I: Respondit: Maxima silva subcelo in maio tot non habet folia.
x ) Laut Auskunft der Breslauer Universitätsbibliothek ist eine Dissertation vonJoh. Wichmann auch nach dem Kriege dort nicht bekannt.