Einleitung. IX
[Über neugefundene Hdsclir. des C. v. H.] im Bericht über die Generalversammlungd. last. Vereins f. d. Niederrhein 1881 = Annalen d. h. V. f. d. Niederrhein,Heft 38 (Köln 1882), S. 173 f.; A. Poncelet, Note sur les libri VIII miraculorumde C. v. H. = Analecta Bolland. 21 (1902); J. Pschmadt, Der „Dialogus miracu-lorum" des C. v. H. in seinen Beziehungen zu Aachen = Aus Aachens Vorzeit,Jhrg. 13 (Aachen 1900), S. 1 — 16; A. E. Schönbach, Studien zur Erzählungs-literatur des Mittelalters: Über G. v. H. 3 Teile — Sitzungsberichte d. WienerAkademie (philos.-histor. Klasse), Bd. 144 (Wien 1901), 159 (Wien 1908), 163(Wien 1909); K. Unkel, Die Homilien des C. v. H., ihre Bedeutung für dieKultur- und Sittengeschichte des 12. u. 13. Jahrh. = Annalen d. histor. Vereinsf. d. Niederrhein, Heft 34 (Köln 1879), S. 1-67; A. W. Wybrands, De dialogomiraculorum van C. v. H. beschouwd als bijdrage tot de kennis van het gotsdiensligleven in Nederland = Studien cn Bijdragen op't gebied der histor. Theologie(v. W. Moll en J. G. de Hoop-Scheffer), Bd. 2, Amsterdam 1871 1 ).]
Die Übersetzung des dialogus miraculorum durch Hartlieb ist — zunächststofflich genommen — der bedeutende Versuch, das Werk des Caesarius von Heister-bach etwa 250 Jahre später aus der mittelalterlichen Umwelt heraus in diejenigedes Münchner Hofes und Bürgertums um die Mitte des 15. Jalvrh. zu versetzen,wo man in gleicher Gebundenheit lebend, solchen Stoffen immer noch Empfänglich-keit entgegenzubringen schien. Sie ist die umfangreicliste, allem Anschein nachspäteste, am wenigsten bekannte und zugleich bedeutendste unter allen Übersetzungs-arbeiten Hartliebs. Sie gelangte nicht zum Druck und es ist von ihr nur eine Hdschr.erhalten im British Museum (Sig. additionals 6039). Robert Priebsch,Deutsche Handschriften in England', Erlangen 1901, Bd. 2 (das British Museum),S. 89f. gibt von ihr die nachstehende Beschreibung: ,,Papier, 15. —16. Jahrh.,243 Blätter. 27,4 x 19,1. Bote Initialen und Überschriften. Mit Ausnahmevon Bl. 242b (zweite Hälfte) und 243a von einer Hand geschrieben zwischen Linienzu 32 — 40 Zeilen. Lagen sind von verschiedenem Umfang. Wasserzeichen: Ge-stielte Blume auf dreizackiger Krone. Auf Bl. 242b und 243a von einer Handdes 17. Jahrh. ein Exempel hinzugefügt: Es ist gewesen ein priester N. SiluesterD 8 hatt Ein wund s parlich vnd gar seltzam leben gefürt usw. — Zur Geschichteder Hdschr.: Auf Bl. la unten findet sich die Bibliotheksmarke: S. B. 12."
x ) Vgl. hierzu noch: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 3, Leipzig 1876, C. v. H.,S. 681 ff.; Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche, 3. Aufl., 3. Bd.,Leipzig 1897, C. v. H., 8. 628 — 632; Dahlmann-Waitz, Quellenkunde der deutsclienGeschichte, 8. Aufl., Leipzig 1912, C. v. H., Nr. 5085 (S. 357); Potthast, Bibliothecahistorica medii aevi, 2. Aufl., 1. Bd., Berlin 1896, C. v. H., S. 180; Wattenbach, Deutsch-lands Geschichlsquellen im Mittelalter, 6. Aufl., 2. Bd., Berlin 1894, S. 412. 485; Wetzerund Weites, Kirclwnlexikon, 2. Aufl., 2. Bd., Freiburg (Breisgau) 1883, C. v. H., Sp.1657 — 1660; über einzelne Wundererzählungen und ihre Verbreitung im späteren Mittel-alter s. u. a. auch Johannes Pauli, Schimpf und Ernst (hrsg. von Johannes Boltc,2 Teile, Berlin 1924) Kap. 61. 62 (Teil I S. 45 f.) 92. 93 (Teil 1 S. 63ff.) 620. 621 (Teil I8. 344f.). Dazu die Anm. Teil II 8. 273. 281 f. und 391.