199genden der Eifel, des Hundsrücks, der Mosel, Hollands u. s. w.wählen. Die Ausführung erleichtern sie sich durch diese Wahlwahrlich nicht, denn je einfacher die Scene ist, je vortrefflichermuß die Ausführung sein; sie können nicht durch ferne Massen,schöne Umrisse und Farben blenden, und sind gezwungen, allenFleiß auf das Specielle zu wenden. Steintrümmer, Mooſeund Flechten, Riedgras, Laub, Baumrinde u. s. w. sind nunaber auch mit erstaunenswerther Naturtreue wiedergegeben.Nicht immer gleiche Vollkommenheit trifft man bei der Nach-bildung atmosphärischer Erscheinungen: Wolken, Wind, Nebel,Thau und Dämmerung, obgleich die Künstler sehr gut wissen,welche mächtige Wirkung dieselben auf das Gemüth des Be-schauers ausüben.In den bessern Landschaften der Schule findet man Allesvereinigt, was zu einem Kunstwerke erforderlich ist, und sie er-heben sich weit über die sinnlosen Bilder und affenmäßigen Co-pien, welche man schockweise für gemeine Zwecke und zurSchande der Kunst anfertigt und Portraitlandschaften nennt.Will man die sogenannte elegische Stimmung tadeln undverdammen, so müssen wir als Antwort auf das Frühergesagteverweisen, und nochmals bemerken, daß die heitere, prangendeund großartige Natur für den Maler ein fremdes Gebiet ist,worin er erstickt oder zum Affen wird.79. Unsere Zeit ist im Allgemeinen so indifferent und ver-zweifelt unsicher, daß man dem Lobe, welches aus der Tiefedes Herzens dringt (denn aufrichtiges Lob dringt immer ausdem Herzen, nicht aus dem Kopfe), so wenig Glauben schenkt,wie dem gerechtesten oder böswilligen Tadel. Lüge und Heu-
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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