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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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102.............VI.Portraitmalerei.86. Den niederländischen Maler Jordaens besuchte einstNicolaus Maas, ein düsseldorfer Maler des 17ten Jahrhun-derts. Der Niederländer merkte an den Gesprächen des Frem-den, daß dieser, wenn nicht selbst Künstler, doch Kenner seinmüßte, und äußerte seine Vermuthung. Maas gestand nuner sei ein Bildnißmaler. Da erwiederte Jordaens:O wie be-daure ich Euch, daß Ihr zu den Märtyrern und Selaven derMalerei gehört, mit denen man Mitleiden haben muß! Wahr-haftig, Jordaens hatte Recht, Mitleiden muß man mit demMaler haben, der all seinen Phantasien und freien Bewegungenentsagen muß, um für Geld das erste beste Gesicht zu conter-feien. Und welche Personen sind es meistens, die das Verlan-gen tragen, sich in verschönerter Darstellung abgebildet zu sehen?Charmante fette Krämer und Banquiers mit wein= und specula-tionsseligen Gesichtern, die ihr struppiges Haar vorher frisirenlassen, und dem Maler einschärfen, bei Leibe nicht ihre Warzenmit abzupinseln, suffisante Hommes de lettres mit schwind-süchtigen Nasen und dem stieren Blick der Allwissenheit,des Seigneurs blasés, naive Kinderchen, deren Mamavorschreibt, die hübschen Augen ja hübsch wiederzugeben und womöglich sie etwas größer als den Kopf zu machen, zarte