17172. „Heirathsantrag auf Helgoland,“ von Jor-dan. — Wer kennt dieses launige Bild nicht? Auf Dosen,Tassen, Stickmustern, Litho= und Chalkographien ist es tausend-mal wiederholt worden. Ein alter Fischer stellt mit jovialerDerbheit seinem künftigen Eidam die Tochter vor. Der langeJunge producirt sich mit zuversichtlicher Miene, hält den Ober-körper rückwärts gebogen wie ein preußischer Recrut und dieBeine mit den langen Stiefeln eng zusammengeschlossen. Erträgt eine Zipfelmütze, hat die Arme hinter den Rücken geschlagenund läßt die Pfeife in seinen Händen herunterbaumeln. DasBräutchen seinerseits ist die bäuerliche Verschämtheit in natura.„Die vergessenen Stiefel“ von demselben Maler,machen weniger Ansprüche, sind aber gleichfalls höchst launigEin kleiner Knabe sucht die Riesen, die von gleicher Höhe mitihm sind, zum Strande zu schleppen.73. Rustige's „Einquartirungsscene in Tyros-hat verdiente Anerkennung gefunden. In dem Bilde sind dreiGruppen zu unterscheiden; die mittlere stellt Soldaten vor, diemit einem Mädchen scherzen und hofiren; in der zweiten siehtman einen Verwundeten von Cameraden hereinführen, Gestaltenvoller Ausdruck und Leben; an der Seite rechts sitzt die Familieam Tische, unter ihr ein zartes, idealisch schönes Mädchen. DieBeiwerke sind mit äußerster Wahrheit und Genauigkeit ausge-führt und das Ganze übt stillen Zauber durch die Natürlichkeitder Conception.
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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