17274. Die Bilder Sonderland's sind mit Recht beliebt,und zeichnen sich durch heitere Laune und leichte Behandlungvortheilhaft aus. Tieferes Eingehen in's Charakteristische undErschöpfung des Gegenstandes kann man jedoch eben nicht über-all erkennen. Der Künstler ist mit dem Geschmack des Publicumsvertraut und weiß durch geistreiche Aperçus zu blenden.75. In der „gedämpften Revolution im Dorfvon Ebers hat der Maler viel komische Kraft an ein alber-nes Philisterthema verschwendet.76. Läppische Stoffe, die ihre Einfalt nicht durch ge-schickte Behandlung vergessen machen, sind auch außerdem unterAndern: „die Kußverweigerung beim Rasiren“ von Busch„der des Lesens unkundige Bauer, der sich eine Brille kaufenwill, um Lesen zu können“ von Heine; „der ertappte Bäcker-geselle, das Fett vom Festbraten schöpfend“ von Marter-steig u. s. f.Noch manches Gelungene und Verfehlte könnten wir beiuneingeschränktem Raume vorführen, allein wir müssen diesenAbschnitt schließen. Vorher nur noch eine Bemerkung.Die düsseldorfer Genremaler sind außerordentliche Kinder-freunde, und fast Alle unter ihnen sind in dieser Beziehungfruchtbar; ja Einige gebären jährlich regelmäßig Zwillinge,Drillinge oder Vierlinge. Die gemalten Kleinen werden denkunstliebenden Käuferinnen, denn auf diese ist es meistens ab-gesehen, auf alle mögliche Weise zubereitet; bald sind es spie-lende, schlafende, kränzewindende, betende, bald Kinder, die
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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