154erschrocken vor dem aufsteigenden Gewitter seinen Körper zurück-biegt, und die großen Augen zu dem drohenden Himmel auf-schlägt. Eine Gruppe von ergreifender Wirkung. Malerei undFarbe lebenskräftig50. Die „Verbrecher in der Gefängnißkirche“von W. Heine verrathen eine scharfe Auffassungsgabe und enormesTalent für geschickte Anordnung der Gruppen. Die zahlreichenFiguren und Köpfe (etwa 20—30) sind fast ohne Ausnahmemit charakteristischer Originalität und Vielseitigkeit behandelt, unddie leichte, technische Ausführung verdient gerechtes Lob. Inso-weit erkennen wir in dem Maler den reichbegabten Künstler, indessen Macht es steht, eine der ersten Zierden der Schule zuwerden. Allein das Motiv des erwähnten Gemäldes ist ab-scheulich (à la Spagnoletto) und treibt mit der einzig wahrennaturalistischen Auffassung herben Spott. Ein würdiger Vor-wurf des Malers ist zuverlässig die Gestalt eines Verbrechersim Kerker, wenn das Gerippe der Reue sich in seinem Blickezeigt und die Zerknirschung seine markigen Glieder erschlaffte,oder auch wenn er wie Ezzelino in starrer Wuth dem UnglückTrotz bietet, und das stolze Thier bis an's Ende fortspielt;aber ein ganzes Rudel der nuncirtesten Spitzbuben auf einmalvorzuführen, das wirkt auf unser Gefühl wie ein Brechmittelauf den Magen, und treibt Alles: Lust und Schmerz mit einemMale fort, so daß nichts übrig bleibt als Ekel. Wohl kann derMaler vermittelst seiner Kunst das Widerlichste dem Zuschauerangenehm machen (weil er nach Aristoteles sich freut, aus derAbbildung zu lernen τι ἐκαστον; was jedes Ding ist, oder öreοὐτος ἐκεινος: daß es dies oder jenes ist), aber nur bis zu
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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