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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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153diese Sentimentalität ist auf dem harten Boden der Wirklichkeitgewachsen.48.Betende Bauernfamilie von J. Becker. DerStoff dieses Bildes ist zwar weniger anziehend als der desvorigen, aber die Behandlung charakteristischer. Ein gutmüthigerdeutscher Bauer kniet mit seinen Kindern im dunklen Eichenwaldevor dem wunderthätigen Bilde, um das Augenlicht der Mutter,welche hinter der Gruppe mit verbundnen Augen kniet, vonder Gottheit zu erflehen. Der Ausdruck in den Zügen derKranken ist sanft schmerzhaft, der des Vaters gläubig ehrlich undjener der betenden Kinder: ein derber Knabe und ein zartesMädchen, nach Verhältniß ihres Geschlechts naiv frei und sanftdemüthig. Ein Säugling ruht mit indifferentem Lächeln imSchooße der Mutter.Romantischer, doch weniger naturgemäß und nicht ohnetheatralische Anklänge ist derzurückgekehrte Kriegerdesselben Meisters. Der Soldat trägt den verwundeten Armin der Binde und läßt sich von dem Todtengräber das Grabseiner gestorbenen Aeltern zeigen. Mit weißer Mäßigung hatder Maler den Schmerzensausdruck im biedern Gesichte desKriegers nicht herbe hervortreten lassen.In derHeimkehr Becker's wird ein Greis von seinerlieblichen Tochter über öde Heide geleitet, während der Sturmum das Paar herbraust.49. Emil Ebers behandelte ein ähnliches Sujet in seinerFurcht vor dem Gewitter. Eine Alte sitzt vor derFischerhütte und klammert sich an ein junges Mädchen, das