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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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150Lassen wir dem großen Meister Hildebrandt die Ehredes Vortritts.DieMährchenerzählerin behandelt ein ächtdeutschesThema mit warmer Auffassung. Eine alte Großmutter erzählt mitwichtiger, aber traulicher Miene ihren Enkeln eine Gespensterge.schichte. Ein Knabe sitzt vor ihr auf einem Fußbänkchen undhört mit gespannter Aufmerksamkeit zu, ein kleines Mädchenpreßt sich nahe an die Alte und schaut in ihrer Gespensterfurchtmit starren Blicken ängstlich in die dunkle Ecke. Wie ein freundlichromantischer Gruß aus der Kinderzeit erfreut die Zuschauerdiese einfache Scene, und der Kenner bewundert außer derinteressanten Gruppirung die Rembrandt'sche Handhabung desHelldunkels. Licht und Schatten sind mit höchster Natürlichkeitund Wirkung vertheilt.Noch interessanter ist das Motiv einesKriegers mitseinem Kinde. Das naivfrische und muthige Knäbchen, zupftdem gebräunten Martialischen Manne am Barte und voll Vater-seligkeit im glühenden Auge und mit lächelnder Lippe droht ihmdieser mit dem Finger. Ein solches Bild verführt Mann und Weib,Reich und Arm, und tritt wie ein Bekannter überall auf. Werdie glanzvolle Carnation, die feste Zeichnung und breite Manierim Faltenwurfe aus Hildebrandt's Bildnissen nicht kennt, wirdsich übrigens schwer eine genügende Vorstellung von dem ener-gischen Ausdruck in diesem Kriegerkopfe machen, der ein Vorbildfür ewige Zeiten zu sein verdiente.Es wird Manche geben, die bei dem Anblicke deskrankenRathsherrn ein gedehntes Ach! geseufzt haben und langsamfortgeschlichen sind. Dies Ach! drückt zugleich Lob und Tadelaus: Lob, weil das Bild des feinen kranken Mannes so natur-treu auf den Beschauer wirkt, daß er sich einer unangenehmen