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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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149darin liegt die Bürgschaft, daß in Zukunft immer mehr derInhalt sich der schönen Form accommodiren wird, da die Künstlerallmälig einsehen werden, daß es nicht viel schwerer ist zurSonne als zum Monde zu fliegen, nachdem die Kraft desFliegens einmal vorhanden ist. Die bedeutendsten Genremalerder Schule: Schrödter, A. Müller, Richter, Blanc, Heine,Kretschmar, Sonderland, Becker, Hasenklever, Jordan, Rustige 2c.wählen übrigens mit vielem Geschmack ihre Stoffe, und einigederselben waren so glücklich in ihrer Wahl, daß ihr Ruhm lediglichaus diesem Grunde den ihrer geschicktesten Nebenbuhler verdunkelte.Andere zeigten sich freilich sehr ungeschickt und pinselten in jämmer-licher Passivität die barockesten und albernsten Gegenstände ab,weil sie nicht Selbstständigkeit genug besaßen, allen äußern Ein-flüssen zu widerstehen. Und diese Einflüsse sind mannigfaltig;vor Allem die leidige Mode, dieses geschmacklose Raubthier allerIdeale: man will zierliche lustige oder weinerliche Geschichtchencomme il faut, nicht zu tiefsinnig, aber witzig, pikant, im mo-dernsten Costume nach englischer Manier, der fadesten allerManieren, der Wasserfarbenmanier. Die Genristen en blockönnen nicht erwarten, daß der Kunstverein ihre Werke insge-sammt zu hohen Preisen ersteht, und fügen sich willig den Wünschender Privaten, welche ihre Geschmacklosigkeit deutlich genug zuerkennen geben. So entstehen und finden verhältnißmäßig mehrBeifall Tanzbäre und kranke Wickelkinder rc. als gediegene tief-durchdachte Werke.45. Ziemlich reiche Ausbeute liefern die ernsten und ruhigenEpisoden aus der Geschichte der Gesellschaft und Gefühle, vondenen wir das Vorzüglichste speciell erwähnen wollen.