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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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148huisjes, Kuhställe, Wirthshäuser 2c. sind noch das Lobenswerthestedieser Abtheilung, und verdienen nicht auszusterben, da sie,wenn gleich entfernt von Kunstidealen, die Kunstfertigkeit aufwürdige Weise ausbilden und den Uebergang zu reinern An-schauungen erleichtern. Ganz verwerflich dagegen ist das soge-nannte genre aneedotique, das läppische Genre, welches seinhöchstes Ziel in England und Frankreich gefunden hat, undauch in Deutschland bei den Albernen und Geschmacklosen sehrbeliebt ist. Wir verstehen unter läppischem Genre z. B. die be-liebtenersten Zähne, Feuersbrünste mit komischen Intermezzo's,Schenkmädchen, welche Liebesbriefe lesen, verspätete Eilwagen-reisende u. s. f. Noch eine andere Unterabtheilung sind dieniedlichen Bildchen oder Farbenproben, die wir costumirtes= oderPortraitgenre nennen wollen, bloße Studien und Vorbereitungenfür den KünstlerDie düsseldorfer Genremaler zeichnen sich in Betreff neuerErfindungen und Stoffe nicht vor anderen deutschen und fremdenKünstlern aus, wohl aber in der Behandlung und technischenSorgfalt. Hierin wird das Erstaunlichste geleistet, und grade*) In dem nachfolgenden Verzeichnisse haben wir eine andre Ein-theilung der Genrebilder getroffen, weil uns dadurch die Arbeit desAuswählens erleichtert und dem Leser die Uebersicht nicht erschwert wurde.Wir rangirten dort unter Charaktergenre alle Darstellungen, welcheAnspruch auf charakteristischen Ausdruck machen können oder wollen:darunter finden sich denn ernste und läppische Lebensscenen, Interieurs 2c.;das komische Genre konnte schon ohne große Mühe isolirt werden, obwohlmanche komische Andeutung in's Charaktergenre aufgenommen werdenmußte, weil der Gesammteindruck nicht komisch war. Das costumirteGenre in seiner untergeordneten Bedeutung mußte natürlich auch abge-sondert werden.