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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
Entstehung
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137kann, aber deshalb dies Motiv als ungünstig erscheinen läßt.DenDaniel Rethel's haben wir nicht gesehen.38. Ein vielversprechendes Talent für charakteristische Dar-stellung glauben wir in Ittenbach gefunden zu haben. Dieserjunge Künstler vereint mit sehr großer technischer Fertigkeit denkräftigsten Willen, das Schöne und Ausdrucksvolle zu erstreben,selbst mit Verschmähung modischer Kunstgriffe.In dem BildeChristus und die Jünger (Evang.Joh. 1, 33) haben wir dem Künstler für die Kühnheit zudanken, sich über den blos christlichen Gesichtspunkt erhoben unddie rein historische Darstellung vorgezogen zu haben. DieZüge Christi und der Jünger sind hier edel, menschlich, mitscharf geschnittenem, morgenländischem Ausdrucke. Christus istnicht der Mensch gewordene Gott, in dessen Blicke sich aske-tische Demuth und himmlische Güte vereinen; in dem hier fra-genden Manne:Was suchet ihr? erkennt man den energischenReformator, der, mit hohem Muthe ausgerüstet, sein Volk vomDrucke falscher und morscher Institutionen befreien will.Durch schöne Gruppirung und philosophische Conceptionzeichnet sich gleichfalls ein zweites Bild Ittenbach's:Johan-nes unter seinen Jüngern vortheilhaft aus. Johannesist ein ernster Philosoph, dessen Munde hohe Weisheit zu ent-strömen scheint, die von den beiden Zuhörern, einem Jünglingeund einem Greise, nach ihrem abweichenden Alter auch ver-schieden aufgefaßt wird. Der Greis vernimmt die Worte instiller Andacht, der Jüngling mit schwärmerischem Entzücken.Man könnte dieſen Johannes auch Plato oder Pythagoras nen-nen, worunter die Kunst nicht leiden würde; es ist Unrecht