138von dem Künstler, sein Bild ein christliches zu nennen, da inihm so wenig traditionell christliche Elemente vorhanden sind.Eine „heilige Barbara“ mit ihrem südlich braunenTeint und schwarzen Gluthaugen ist zwar ein wunderschönesWeib, aber die Heiligkeit war unserm Auge nicht erkennbar.39. Dem Heiligenbilde H. Mücke's: „die Bestattungder heiligen Katharina“ fehlt es, trotz der auffallend son-derbaren Conception, nicht an schöner, harmonischer Durchbil-dung und lieblicher Abrundung. Der schöne Leib der todtenHeiligen wird von vier mit Chorgewändern bekleideten Engelndurch den stillen Aether getragen. Unten sieht man das Meerund die Berge der Erde in feierlicher Dämmerung.40. Zwei Darstellungen von Zimmermann und Ehr-hardt: „Christus, Maria und Martha“ sind beide inder Auffassung traditionell. Ganz ohne Bedeutung ist der Chri-stus in Zimmermann's Bilde, wogegen die weiblichen Formenin beiden Darstellungen anmuthig und anziehend sind. Nachunserm Kunstkatechismus eine natürliche Erscheinung.41. „Christus der gute Hirt,“ von Volkhard,ist eine gemüthvolle Darstellung, welche demungeachtet unserLachen hervorgerufen hat. Der Erlöser der Menschheit ist be-schäftigt mit vorgeneigtem Körper ein verirrtes Schaf aus demSumpfe zu ziehen. Idealische Auffassung kann von solchemStoffe wohl nicht erwartet werden, allein diese sinnbildliche
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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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