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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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135bei ihnen gegenwärtig sei, hervorruft, ist selten gemalt worden,so wie es zugleich für den lebenden Künstler von großem Vor-theil ist, daß es Raphael nicht unternommen, denn mit ihm zuringen, ist so gefährlich, als mit Phanuel (1. B. Mose XXXII).Die warme Dichterphantasie ließ Göthe hier, wie in manchenandern seiner Kunsturtheile, die Hindernisse praktischer Ausfüh-rung übersehen, und hielt es für möglich, den beweglichen Ge-danken vermittelst der Kunstschönheit in ruhiger Darstellungwiedergeben zu können. Wie vermag ein Maler das leise Wan-deln des Heilandes über die Meereswogen darzustellen? Undin diesem Wandeln liegt grade das Wunderbare. Wie soll erdie heilige Ruhe und Sicherheit in Christi Haltung vereinenmit der leichten, sanften Bewegung? Auf welche Weise dasflüssige, durchsichtige Element behandeln, um den nothwendigenContrast oder das Wunder wahrscheinlich zu machen?Kein Maler, und folglich auch Götting nicht, hat dieseFragen genügend zu lösen gewußt. Das Wasser in Götting'sBild ist nur eine gemalte, consistente Masse, auf welcher zuwandeln eigentlich nicht so schwierig sein mag, als darin zuversinken, und welche den Schlagschatten der Füße Christi voll-kommen ruhig wiedergibt, also ganz stille stehen muß. DieHaltung Christi ist leidlich würdig, aber etwas träge, der Kopfdes Petrus nach alter Tradition würdig und ausdrucksvoll.In dem Bilde:der heilige Franciscus ist dieserHeilige inbrünstig betend dargestellt, glücklicher Weise jedoch derkatholische, kasteiende Heiligenblick nicht allzu sichtbar. InderMagdalene bringt der sterbenden Heiligen ein Engeldie Siegespalme. DasSweißtuch der heiligen Ve-ronica ist ein gar zu heiliger Gegenstand für unsere pro-fane Feder. Derheilige Martinus hat den kostbar-