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Die Düsseldorfer Malerschule und ihre Leistungen seit der Errichtung des Kunstvereines im Jahre 1829 : Ein Beitrag zur modernen Kunstgeschichte
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134zu den Füßen des Kindes niederlegt. Der die Weisen leitendeStern steht über der Hütte, und die Führer des noch etwasentfernten Zuges deuten auf ihn hin.36. Der Maler Peter Götting von Aachen, zugleichein geschickter Bildhauer, hält in seinen christlichen Bildern dieMitte zwischen der oft erwähnten zerknirschten Auffassung undmoderner glatter Ausführung. In den Zügen der dargestelltenHeiligen vibrirt noch der altkatholische Mysticismus, aber dieganze Haltung und der äußere Zuschnitt sind neumodisch. DieGruppirung ist ganz traditionell und gewöhnlich, und die Tech-nik sehr fleißig und vorsichtig, aber nicht immer frei von Stei-figkeit und Gelecktheit. Der frische Hauch eigner Erfindungmangelt, und der Geist des Malers ist geknechtet in altenAnschauungen.Vielleicht das bedeutendste Bild Götting's ist seinChri-stus und Petrus auf dem Meere, mit überlebens-großen Figuren. Der Stoff ist zu erhaben für menschliche Dar-stellung, und die möglichst beste Ausführung würde schwerlicherreichen können, was z. B. Göthe über diesen Gegenstandsagt:In dem ganzen Evangelium wüßte ich keinen höhern undausdrucksvollern Gegenstand als Christus, der, leicht über dasMeer wandelnd, dem sinkenden Petrus zu Hülfe tritt. Die gött-liche und menschliche Natur des Erlösers ist in keinem andern Falleden Sinnen so identisch darzustellen, ja der ganze Sinn derchristlichen Religion nicht besser mit Wenigem auszudrücken. DasUebernatürliche, das dem Natürlichen auf eine übernatürlich=na-türliche Weise zu Hülfe kommt, und deshalb das augenblicklicheAnerkennen der Schiffer und Fischer, daß der Sohn Gottes